Salzburg: "Oscar-Romero-Preis" an Kolumbianer P. Mejia
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P. Gabriel Mejia ist "Oscar-Romero-Preisträger" 2008 |
Das Lebensmotto von Gabriel Mejía ist einfach und klar: Er hat sein Leben den Straßenkindern Kolumbiens gewidmet. Er ermöglicht ihnen ein Dach über dem Kopf, schenkt ihnen eine neue Lebensperspektive. Trotz Gewalt und Drogen, Bürgerkrieg und Kriminalität glaubt er fest daran, dass jedes dieser Kinder eine einzigartige Chance darstellt. Mejía, der auch als UNO-Berater tätig ist, ist weltweit eine der herausragenden Persönlichkeiten in der Arbeit mit Straßenkindern. 49 Zentren und Heime hat er bereits aufgebaut. Das 50. ist in Planung.
"Der Begriff ‘Entwicklungszusammenarbeit‘ signalisiert, dass aus der früheren ‘Entwicklungshilfe‘ für die Dritte Welt Schritt für Schritt Formen der Zusammenarbeit mit Menschen geworden sind, die zwar in anderen Regionen, Klimazonen und Kulturen, aber doch in einer Welt mit uns leben. Und das sehr oft unter Bedingungen, die wir uns in Europa gar nicht vorstellen können. Der Begriff ‘Zusammenarbeit‘ sagt aus, dass wir uns nicht mehr nur gönnerhaft zu jenen hinunterbeugen, die es weniger gut erwischt haben, sondern dass wir auf gleicher Augenhöhe mit ihnen kommunizieren", sagte Burgstaller beim Festakt.
Die Aktion "Sei so frei" der Katholischen Männerbewegung hat langjährige Kontakte zu den Entwicklungshilfeprojekten der beiden aus Bad Gastein stammenden Schwestern Maria Herlinde und Margarete Moises in Kolumbien. Das Land Salzburg hat die beiden Schwestern regelmäßig unterstützt, zuletzt 2007 mit 10.000 Euro. "Dabei ging es um die Stärkung der Zivilgesellschaft durch die Förderung unabhängiger Medienarbeit", sagte Burgstaller. "Sei so frei" habe es immer wieder geschafft, die Menschen in Salzburg zu mobilisieren, so etwa dazu, dass sie über das Internet die Moises-Schwestern zu den "Salzburgerinnen des Jahres 2006" gewählt haben. Die beiden waren mehr als 40 Jahre in Kolumbien im Einsatz. "Heuer hat das Land auch der ‘Eine Welt Gruppe Lateinamerika‘ aus Straßwalchen helfen können, eine Fiesta Latina zu veranstalten, deren Reinerlös in Höhe von 4.000 Euro ebenfalls nach Kolumbien überwiesen wurden", sagte Burgstaller.
Mit den rund 400.00 Euro jährlich aus dem Landesbudget könne das Land seit Jahren einiges bewegen: Das zeigen seit vielen Jahren die Regionalkooperationen mit Singida in Tansania und San Vicente in El Salvador, dem Heimatland Bischof Romeros. Das zeigt auch die seit 40 Jahren bestehende Diözesanpartnerschaft zwischen Salzburg und Bokungu/Ikela im Kongo, die wir unterstützen, so Burgstaller. "Eine der Initiativen, die ich als Landeshauptfrau setzten konnte, war nicht nur der Bau einer Schule in Äthiopien mit Geldern des Landes und der Hilfe privater Sponsoren anlässlich des 80. Geburtstages von Karlheinz Böhm, sondern auch ein Projektwettbewerb an Salzburger Schulen, die sich mit Eine-Welt-Themen und Fragen der Nord-Süd-Gerechtigkeit auseinandersetzen", sagte Burgstaller. Es sei ihr ein Anliegen, diese Initiativen sichtbar zu machen. So könne spürbar dazu beigetragen werden, mehr Chancengerechtigkeit durch Bildung, medizinische Versorgung oder durch das Verfügbar-Machen von sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. "In Summe bewegen diese Initiativen viel. Das Land wird auch weiterhin an dieser Form der globalen Solidarität festhalten. Dazu gehören auch unsere Unterstützung für die Bewusstseinsbildung zugunsten des Kaufes fair gehandelter Produkte", so Burgstaller.
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