Für die Familie nur ein Staatssekretariat?
Wenn Familienpolitik lediglich ein Staatssekretariat "wert" ist, entpuppen sich die Deklarationen der Parteien als "durchsichtiges Täuschungsmanöver", so Präsident des Kath. Familienverbands
Wien, 22.11.08 (KAP) Weil die Familienpolitik in der neuen Bundesregierung offensichtlich nur einem Staatssekretariat zugeordnet werden soll, sprach der Präsident des Katholischen Familienverbands (KFÖ), Clemens Steindl, am Samstag von einem "gesellschaftspolitischen Fiasko". Wenn Familienpolitik lediglich ein Staatssekretariat "wert" ist, dann entpuppen sich die Deklarationen der Parteien, die Familie aufwerten zu wollen, als "durchsichtiges Täuschungsmanöver", so Steindl wörtlich.
Die Bedeutung der Familie sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft insgesamt bedürfe auch einer "eindeutigen und herausgehobenen Positionierung" innerhalb der Regierung. Materielle Unterstützung, um Familie leben zu können, sei genauso bedeutsam wie die ideelle Anerkennung der Familie, so der KFÖ-Präsident. Letzteres finde auch im Status der Verantwortlichkeiten in einer Regierung seinen Ausdruck. Noch sei aber Zeit, ein "falsches gesellschaftspolitisches Signal" zu vermeiden.
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