Einige Änderungen beim Messritus angekündigt
Präfekt der Gottesdienstkongregation gab an, den Friedensgruß an eine andere Stelle zu setzen. Eine weitere mögliche Änderung betrifft die Schlussformel der Messe
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Kardinal Arinze |
Vatikanstadt, 30.11.08 (KAP) Einige Änderungen bei der Messfeier im lateinischen Ritus stehen bevor. Das kündigte der Präfekt der Gottesdienstkongregation, Kardinal Francis Arinze, im Gespräch mit "Radio Vatikan" an. Arinze äußerte sich im Rahmen eines Interviews zu einem römischen Studientag der Gottesdienstkongregation. Möglicherweise wird der Friedensgruß verschoben, so Arinze. Die Weltbischofssynode über die Eucharistie hatte dies 2005 angeregt, die Gottesdienstkongregation hatte daraufhin den Rat von Experten eingeholt, von denen die meisten sich aber für eine Beibehaltung des Friedensgrußes vor dem "Agnus Dei" aussprachen.
Wörtlich sagte Kardinal Arinze in diesem Zusammenhang: "Es gibt aber einige Experten, die den Friedensgruß bei der Gabenbereitung austauschen wollen, andere sogar am Anfang der Messe, wieder andere am Ende. Der Papst hat dies alles eingehend studiert und dann beschlossen, die Bischofskonferenzen zu zwei Alternativen zu konsultieren: Entweder den Friedensgruß da belassen, wo er ist, oder ihn nach den Fürbitten austauschen, vor den Gebeten zur Gabenbereitung". Das Ergebnis der Umfrage werde dem Papst vorgelegt, er werde entscheiden.
Eine weitere mögliche Änderung betrifft die Schlussformel der Messe. Arinze: "Die Synode von 2005 hat vorgeschlagen, dass der Entlassungsruf 'Ite missa est' ergänzt werden könnte durch
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einige weitere Formeln, um besser die missionarische Dimension der Eucharistiefeier zu zeigen". Denn einige würden den Gruß "Gehet hin in Frieden" fälschlich als Aufforderung verstehen: "Gehet hin und ruht euch aus". Das sei aber nicht der Sinn, es gehe darum, die Messe in den Alltag zu übersetzen. Der Papst habe sich diese Bitte der Synodenväter zu Eigen gemacht und die Gottesdienstkongregation gebeten, die Frage zu studieren.
Im Gespräch mit "Radio Vatikan" meinte Kardinal Arinze dazu: "Die Liturgiefachleute haben 72 verschiedene alternative Entlassungsrufe vorgeschlagen. Daraus wurden neun ausgewählt und dem Papst vorgelegt. Er hat schließlich drei approbiert. Diese drei werden nicht obligatorisch sein - der Diakon oder die Priester kann aus ihnen auswählen oder auch weiterhin 'Ite missa est' sagen".
Linktipps:
< Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung
< Wegweiser durch die Heilige Messe