Spendenabsetzbarkeit "wie ein kleines Adventwunder"
Wiens Caritas-Direktor Landau hofft, dass mit dieser Maßnahme der wegen der Finanzkrise drohende Spendenrückgang zumindest teilweise ausgeglichen werden kann
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Wien, 8.12.08 (KAP) Der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau freut sich über den Durchbruch bei der Absetzbarkeit von Spenden. Nach Jahren des Wartens sei die Ankündigung der Regierungsspitze "wie ein kleines Adventwunder". Landau hofft, dass mit dieser Maßnahme der wegen der Finanzkrise drohende Spendenrückgang zumindest teilweise ausgeglichen werden kann. Wichtig werde sein, eine "praktikable, unbürokratische Lösung gerade für die kleinen Spender" zu finden, sagte der Wiener Caritasdirektor im Gespräch mit der "Kronenzeitung". Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden sei ein "guter Beitrag", um die Arbeit der Hilfsorganisationen zu erleichtern.
Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll hatte in Interviews am Samstag einen Spendengipfel angekündigt, bei dem die Details der steuerlichen Absetzbarkeit beraten werden sollen. Wörtlich meinte Pröll: "Wir werden jenen zur Seite stehen, die sich für die Schwachen in der Gesellschaft engagieren und die dort helfen, wo es notwendig ist". Das Finanzministerium schätze die Kosten für die Absetzbarkeit von Spenden an Hilfsorganisationen auf 80 Millionen Euro jährlich.
Bundeskanzler Werner Faymann stellte sich am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" hinter die Ankündigung Prölls. Er plädierte zugleich für eine Eingrenzung der Spendenabsetzbarkeit auf jene Leistungen, "die von Organisationen erbracht werden, die bei der Bekämpfung der Armut an vorderster Front sind". Namentlich nannte Faymann die Caritas, die "Großartiges leiste".
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