Papst Benedikt hielt Jahresrückblick
In seinem Jahresrückblick vor der römischen Kurie nannte er die Weltbischofssynode über die Bibel, das "Paulus-Jahr" sowie den Weltjugendtag in Sydney
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Der Weltjugendtag in Sydney sei mehr gewesen als ein "religiöses Festival mit dem Papst als Star". "Der Papst ist nur Stellvertreter, er verweist auf den Anderen, der mitten unter uns ist", hob Benedikt XVI. hervor. Das Jugendtreffen mit seiner langen Vorbereitungsphase sei ein geistliches Ereignis gewesen, das die jungen Menschen um den Altar und auf dem Kreuzweg versammelt habe. Entgegen manchen Befürchtungen im Vorfeld, die von Verkehrschaos, Gewalt und Drogenkonsum unkten, sei die Veranstaltung ruhig, friedlich und freundlich verlaufen. Die Motive für das Interesse am Weltjugendtag müssten noch weiter untersucht werden, so der Papst in seinem Rückblick.
Verantwortung für Schöpfung wahrnehmen
Die Kirche dürfe sich jedoch nicht nur darauf beschränken, ihren Gläubigen die Heilsbotschaft zu vermitteln, sagte Benedikt XVI. weiter. Sie habe auch eine Verantwortung für die Schöpfung und müsse diese Verantwortung auch öffentlich wahrnehmen. Dazu gehöre der Schutz von Erde, Wasser und Luft als Geschenken der Schöpfung für alle. Dazu gehöre aber der Schutz des Menschen vor Selbstzerstörung.
"Die tropischen Wälder brauchen unseren Schutz, aber nicht weniger braucht ihn der Menschen als Geschöpf", hielt der Papst fest. In jedem Menschen sei eine Botschaft eingeschrieben, die keinen Widerspruch zur Freiheit bedeute, sondere deren Bedingung darstelle. Die Ehe als lebenslange Verbindung von Mann und Frau sei daher auch ein "Sakrament der Schöpfung". Vor diesem Hintergrund habe Paul VI. in seiner vor 40 Jahren erlassenen Enzyklika "Humanae vitae" die Liebe gegen eine Sexualität des Konsums und die Natur des Menschen gegen seine Manipulation verteidigt.
Die Kirche müsse dafür eintreten, dass die Ordnung der Schöpfung und die Natur des Menschen bewahrt werde, der als Mann und Frau geschaffen werde, sagte Benedikt XVI. und kritisierte in dem Zusammenhang Aspekte der heutigen "Gender"-Debatte. Hinter dem Begriff "gender" stehe letztlich das Verständnis von einer Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer. Der Mensch wolle sich selber machen und immer und exklusiv über sich bestimmen. Das aber sei ein Leben gegen die Wahrheit und gegen den Schöpfergeist, so der Papst.
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