Erzbischof Zurbriggen offiziell zum Nuntius ernannt
Zurbriggen, der aus der Schweiz stammt, ist derzeit Apostolischer Nuntius in den baltischen Ländern Litauen, Estland und Lettland. Er löst Erzbischof Farhat ab
Image (img2) invalid or missing |
Vatikanstadt-Bern, 14.1.09 (KAP) Der Heilige Stuhl hat am Mittwoch offiziell die Ernennung von Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen zum neune Apostolischen Nuntius in Österreich bekanntgegeben. Der aus Brig (Brigue) im Schweizer Kanton Wallis stammende Vatikandiplomat löst den aus dem Libanon stammenden Erzbischof Edmond Farhat ab, der in den Ruhestand geht. Zurbriggen diente zuvor in Mocambique (1993-98), Georgien, Azerbaidschan und Armenien (1998-2001) und in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland, Litauen (seit 2001).
Die Schweizer Zeitung "Le Temps" berichtete in einem Porträt Zurbriggens, wie der Erzbischof im Kaukasus maßgeblich an der Vorbereitung der beiden Papstbesuche in der Region beteiligt war. 1999 habe Zurbriggen Johannes Paul II. in Tiflis begrüßen können. Auf der Datscha des damaligen georgischen Staatspräsidenten Edward Schewardnadze sei er Zeuge des langen Gedankenaustausches von Papst und Präsident über die Jahre von Glasnost, Perestrojka, "Wende" 1989 gewesen.
Im Jahre 2001 habe Zurbriggen in Jerewan erneut den Wojtyla-Papst begrüßen können. Anlass von dessen damaligem Armenien-Besuch sei das 1.700-Jahr-Jubiläum der Christianisierung des Landes gewesen. Der Papst habe damals in einem neu errichteten Caritas-Haus für Obdachlose logiert, erinnert sich Zurbriggen. Er sei dessen erster Übernachtungsgast gewesen. Man habe das Caritas-Haus als Quartier gewählt, weil es als einziges Gebäude einen geeigneten ebenerdigen Zugang zu der Wohneinheit gewährt habe, was aufgrund der Behinderung des Papstes wichtig gewesen sei.