"Himmel und Haydn"
Heuer jährt sich Tod des Komponisten Joseph Haydn zum 200. Mal. Einer der Höhepunkte des "Haydn-Jahres": Festgottesdienst mit Bischof Iby, in dem die "Schöpfungs-Messe" vorgetragen wird
Image (img2) invalid or missing |
|
Joseph Haydn |
Eisenstadt, 16.1.09 (KAP) Mit einem Programm unter dem Moto: "Himmel und Haydn" würdigt die Pfarre Eisenstadt-Oberberg im Jubiläumsjahr 2009 den vor 200 Jahren verstorbenen Komponisten. In der Bergkirche (die auch Hadyn-Kirche genannt wird) ist Joseph Haydn begraben. Am Todestag, dem 31. Mai, wird an diesem Ort das Andenken des großen Musikers in besonderer Weise geehrt - insbesondere bei einer Messfeier mit Diözesanbischof Paul Iby, die vom Fernsehen in den ganzen mitteleuropäischen Raum übertragen wird.
Der 29. März, der 31. Mai und der 20. September bilden die Höhepunkte im Programm der Pfarre, erläuterte der künstlerische Leiter von "Himmel und Haydn", Gerhard Krammer, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Am 29. März wird ein Gottesdienst musikalisch mit der Nelson-Messe gestaltet. Der "wichtigste Tag" sei der 31. Mai: Haydn starb etwa 20 Minuten vor 1 Uhr. "Wir wollen diese ganz besondere Stunde in der Bergkirche begehen", so Krammer.
Zur Todesstunde erklingt ab 0 Uhr neben der Musik Haydns auch ein Stück für Trompete, das Olga Neuwirth zu diesem Anlass komponiert hat. Der Schauspieler Erwin Steinhauer rezitiert Texte aus den Aufzeichnungen über Haydns Tod von dessen Kammerdiener Elßler. Exakt um 0.40 Uhr soll dann die große Glocke der Bergkirche läuten: "Wir hoffen, dass es ein sehr spiritueller Abend wird".
Am 31. Mai - es ist heuer der Pfingstsonntag - um 9.15 Uhr wird Bischof Iby den Festgottesdienst zelebrieren, der musikalisch mit der Schöpfungs-Messe gestaltet wird. ORF 1 und ZDF übertragen diese Messfeier direkt. Um 16 Uhr findet die Lesung "Aus Haydns letzten Tagen" mit Doris Mayer
| Image (img3) invalid or missing |
|
Bischof Paul Iby |
und Erwin Steinhauer statt. Das "Requiem in H" von Adriana Hölszky, das als Kompositionsauftrag vergeben worden war, wird um 18 Uhr vom "Arnold Schönberg-Chor" aufgeführt. Um 19.30 Uhr wird unter dem Motto: "Nachklang - Nachreden - Nachhören" um 19.30 Uhr auf den Joseph Haydn-Platz eingeladen.
Im Rahmen des Projekts "Haydn - Wer?" der Pädagogischen Hochschule Burgenland mit dem "Joseph Haydn-Konservatorium" können von 25. bis 29. Mai auch Kinder Einblicke in das Leben und Wirken des Komponisten gewinnen. Den Schlusspunkt des Programms der Pfarre Oberberg bildet eine Messe für die Jugend, die Bischof Iby am 20. September feiert.
Im Hinblick auf das Haydn-Jubiläum wurde der Eingangsbereich der Bergkirche neu gestaltet. Besucher werden von einem Foyer aus Glas empfangen, das ebenso wie zwei Glasblöcke Transparenz ausdrücken soll. Das Haydn-Mausoleum wurde seit 1954 zum ersten Mal renoviert. Die Maßnahmen wurden dabei auf ein Minimum beschränkt, um den Sarkophag "in Klarheit und Schlichtheit stehen zu lassen". Gegenüber dem Mausoleum befindet sich die Schatzkammer, die einen Teil der auf vier Standorte verteilten Haydn-Ausstellung beherbergen wird.
Image (img4) invalid or missing |
|
Bergkirche Eisenstadt |
"Haydn fand im Mausoleum seine letzte Ruhestätte. Es ist auch eine Verpflichtung, dass an diesem Ort und in dieser Kirche das Gedenken an Joseph Haydn gepflegt wird und dass auch seine sakralen Werke aufgeführt werden", so Bischof Iby. Der Kalvarienbergplatz bei der Bergkirche soll Startpunkt für den Haydn-Pfad werden, der Besucher an die Stätten seines Lebens und Wirkens in Eisenstadt bringt, erläuterte Bürgermeisterin Andrea Fraunschiel.
Linktipps: