Messbuch-Übersetzung schreitet weiter voran
Linz-Vatikanstadt (KAP) Unter der Leitung des Linzer Diözesanbischofs Ludwig Schwarz konnte Mitte Jänner in Rom eine weitere wichtige Hürde bei der seit dem Jahr 2002 laufenden Neuübersetzung des Römischen Messbuchs vom Lateinischen ins Deutsche genommen werden. Bischof Schwarz stand einer Arbeitsgruppe der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung (Congregatio de Cultu Divino et Disciplina Sacramentorum) vor, die eine Woche lang die bisher erarbeiteten Übersetzungen von Teilaspekten des Messbuchs zusammenführte und im Gespräch mit Bibelexperten und Wissenschaftlern kontrollierte.
Der vorliegende Gesamtkorpus geht nun an die Kongregation sowie an die für die Übersetzung im deutschsprachigen Raum zuständige Bischöfliche Kommission "Ecclesia celebrans", der der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner vorsteht und der von österreichischer Seite neben Bischof Schwarz auch die Bischöfe Egon Kapellari und Klaus Küng angehören.
Revision bringt "Neue Impulse"
Wie Bischof Schwarz nach der Sitzungswoche in Rom berichtete, sollen in den nächsten Jahren auch das Lektionar und das Gotteslob revidiert werden. Bischof Schwarz wörtlich: "Wenngleich diese Arbeit mühsam ist, so wird das neue Messbuch samt dem Lektionar sicherlich neue Impulse für eine würdige Feier der Eucharistie geben."
Am 14. Jänner konnte Schwarz im Rahmen der Generalaudienz Papst Benedikt XVI. ausführlich über den Fortgang der Arbeit an der deutschen Übersetzung informieren und die Mitglieder der Arbeitsgruppe vorstellen. "Der Papst war sehr interessiert daran, wie weit die Arbeiten in seiner Muttersprache schon fortgeschritten sind", so Schwarz.
Der Linzer Bischof ist bereits seit fünf Jahren Mitglied der Bischöflichen Kommission "Ecclesia celebrans" und leitete in den vergangenen Jahren auch eine Arbeitsgruppe zur Neuübersetzung der liturgischen Tages-, Gaben-, Schluss- und Segensgebete.
Das Römische Messbuch liegt seit 2002 in dritter Auflage vor. Auf dieser Grundlage werden derzeit weltweit die vorhandenen Messbücher in den verschiedenen Volkssprachen revidiert. Dies geschieht nach Maßgabe der Instruktion "Liturgiam Authenticam" ("Der Gebrauch der Volkssprachen bei der Herausgabe der Bücher der römischen Liturgie") von 2001. Die Revision erfolgt im Zusammenwirken von Bischöfen, Theologen verschiedener Disziplinen, Sprach- und Literaturwissenschaftlern sowie Experten der Musik- und Sprecherziehung.