Vor 80 Jahren wurde der heutige Vatikanstaat gegründet
Mit vielen Veranstaltungen wird im Februar der 80. Jahrestag der Unterzeichnung der Lateran-Verträge begangen. Zu den Verträgen zählt Konkordat zur Regelung der Staat-Kirche-Beziehungen mit Italien
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Mit vielen Veranstaltungen wird im Februar der 80. Jahrestag der Unterzeichnung der Lateran-Verträge und der Gründung des heutigen Vatikanstaates begangen. Die Ausstellung "1929 bis 2009 - 80 Jahre 'Staat der Vatikanstadt'" wird am 11. Februar eröffnet, teilte Kardinal Giovanni Lajolo, Präsident des "Governatorato" des "Staates der Vatikanstadt", am Freitag bei einer Pressekonferenz im Vatikan mit.
Ein Kongress steht vom 12. bis 14. Februar unter dem Titel "Ein kleines Territorium für eine große Mission". Beim Konzert am 12. Februar wird in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. Händels "Messias" aufgeführt.
Die Unterzeichnung der Lateran-Verträge am 11. Februar 1929 beendete die seit dem Ende des Kirchenstaats 1870 offene "Römische Frage". Zu den Verträgen gehörte die Gründung des souveränen "Staates der Vatikanstadt", ein Konkordat zur Regelung der Staat-Kirche-Beziehungen mit Italien und eine einmalige Entschädigungszahlung in Höhe von 1,75 Milliarden damaliger Lire für den Verlust des Kirchenstaates.
Die Ausstellung im "Braccio di Carlo Magno" am Petersplatz beleuchtet in fünf Sektionen den Vatikan vor den Lateran-Verträgen, das Pontifikat von Pius XI. und die Verträge selbst. Außerdem werden Bauten im "Staat der Vatikanstadt" dargestellt sowie die Spuren und Eindrücke, die die sechs auf Pius XI. folgenden Pontifikate für den Kleinstaat hinterlassen haben.
Zum Jahrestag ist zudem eine Sonderbriefmarke der Vatikanpost vorgesehen. Außerdem soll im Herbst eine Zwei-Euro-Sondermünze zu diesem Anlass herauskommen.
Sonderbriefmarken
Mit sieben Sondermarken und einem Block erinnert der Vatikan ab kommenden Dienstag an den 80. Jahrestag der Gründung des Vatikanstaats. Die Marken haben jeweils einen Wert von 0,65 Euro und zeigen die sieben Päpste der vergangenen 80 Jahre, wie der "Osservatore Romano" berichtete. Am gleichen Tag gibt der Vatikan als Gemeinschaftsausgabe mit Gibraltar eine 0,85-Euro-Briefmarke "700 Jahre Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau von Europa" heraus. Laut
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Papst Pius XI. |
"Osservatore" wird auch das Haydn-Jahr im Vatikan einen philatelistischen Niederschlag finden.
Insgesamt plant der Vatikan in diesem Jahr 13 Briefmarken-Erstveröffentlichungen. Gewidmet sind sie unter anderem dem 100-jährigen Bestehen des Päpstlichen Bibelinstituts, dem Internationalen Jahr der Astronomie, dem 50. Jahrestag der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils, den runden Gedenktagen der Komponisten Joseph Haydn (1732-1809), Friedrich Händel (1685-1759) und Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-47) sowie dem Erfinder der Blindenschrift Louis Braille (1809-1852). Die konkreten Termine der Veröffentlichung sind noch nicht veröffentlicht.
Neuerscheinungen gibt es in diesem Jahr auch wieder bei den vatikanischen Münzen. Neben zwei kompletten Euro-Sätzen von der 1-Cent-Münze bis zum 2-Euro-Stück gibt es im Laufe des Jahres sechs Gedenkmünzen im Wert von 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Euro. Das teuerste Sammlerstück zeigt "Die Vertreibung aus dem Paradies" aus der Sixtinischen Kapelle.
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