MIVA finanzierte 2008 1.387 Fahrzeuge für die Mission
Trotz Wirtschaftskrise konnte die "Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft" 2008 drittbestes Spendenergebnis erzielen. Seit Gründung 20.789 Fahrzeuge finanziert. Wert: 109 Millionen Euro
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Linz, 18.3.09 (KAP) Mit Gesamtspendeneinnahmen von insgesamt 4,7 Millionen Euro konnte die "Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft" (MIVA) im Vorjahr insgesamt 1.387 Transportmittel in 67 Ländern der Welt unterstützen. Trotz beginnender Wirtschaftskrise konnte die MIVA 2008 das drittbeste Spendenergebnis ihrer Geschichte erzielen. Unter den Transportmitteln waren 249 Autos, 103 Motorräder, sechs Mopeds, drei Boote, ein Traktor und drei Außenbordmotoren.
In Reaktion auf die Klimakrise und die hohen Treibstoffpreise auch in den Entwicklungsländern, kommt dem Fahrrad bei der MIVA immer mehr Bedeutung zu. So wurden im Vorjahr den Katechisten erstmals über tausend Fahrräder (1.012) zur Verfügung gestellt. Finanziert wurden diese durch die MIVA-Maiaktion "Delegados de la Palabra". Auch zehn Eselskarren für Entwicklungsprojekte in Burkina Faso stehen auf der MIVA-Leistungsbilanz.
Seit der Gründung im Jahr 1949 wurden insgesamt 20.789 Fahrzeuge im Wert von über 109 Millionen Euro vom katholischen Hilfswerk finanziert. Jedes Projektansuchen wird geprüft und dem MIVA-Zuteilungsausschuss zur Entscheidung vorgelegt. Finanziert wird jeweils nur die günstigste Variante von Ankauf und Transport.
2009 feiert die MIVA Österreich ihr 60jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläumsjahres wird von 23. bis 26. Juli in der MIVA-Zentrale in Stadl-Paura ein großes Weltfest unter dem Titel "Zeit und Zeiten" stattfinden. Zudem wird am Sonntag, 26. Juli, österreichweit die 50. ChristophorusAktion durchgeführt. Unter dem Motto "Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto" bittet die Hilfsorganisation die Österreicher um Unterstützung für ihre Projekte. Im Vorjahr wurden bei dieser Aktion 1.685.540 Euro gespendet.
12 Fahrräder machten den Anfang
Gegründet wurde die MIVA 1949 von Karl Kumpfmüller im Auftrag der Österreichischen Bischofskonferenz. Im ersten Jahr konnten 8.066 Schilling aufgebracht werden. Damit wurden zwölf Fahrräder angeschafft. Schon nach wenigen Jahren hatte die MIVA in ganz Österreich etwa 10.000 Mitglieder, die ihre Arbeit unterstützten.
1954 gab Kumpfmüller die Anregung, die Katholische Jungschar solle doch den alten Brauch des Sternsingens neu beleben. Man könnte das dabei "ersungene" Geld dem Ankauf von Missionsfahrzeugen zur Verfügung stellen.
Durch eine weitere "Millionen-Idee" Kumpfmüllers konnte 1960 mit der dringend notwendig gewordenen Motorisierung der Missionare begonnen werden: Mit der Christophorus-Aktion appelliert die MIVA alljährlich unter dem Motto "Für jeden unfallfreien Kilometer einen Groschen
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für ein Missionsauto" an die Solidarität der Verkehrsteilnehmer. Mittlerweile ist der "Groschen" zu "0,1 Cent" geworden.
Die Geburtsstunde der deutschen MIVA schlug schon 1927: Der Steyler Afrika-Missionar P. Otto Fuhrmann SVD erkrankte schwer; Einheimische wollten ihn auf einem Ochsenkarren in das nächste Spital bringen. Als der Karren im Morast steckenblieb, trugen sie ihn zu Fuß weiter. Die mehrtägige Reise schwächte P. Fuhrmann so sehr, dass er kurz darauf starb. Sein Freund und Ordensbruder P. Paul Schulte, wegen seiner Flugbegeisterung der "Fliegende Pater" genannt, fasste daraufhin den Entschluss, ein Hilfsprojekt zur "Motorisierung" der Mission zu starten.
Die MIVA gibt es inzwischen auch in Großbritannien, den Niederlanden, Korea, Polen, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien und in den USA.