Papst zieht positive Bilanz seiner Afrika-Reise
Benedikt XVI. hat sich tief beeindruckt über den herzlichen Empfang in Afrika geäußert. Weiters habe ihn das starke Gespür der Afrikaner für das Heilige, für die Liturgie bewegt
Image (img2) invalid or missing |
Vatikanstadt, 23.3.09 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat sich tief beeindruckt über den herzlichen Empfang in Afrika geäußert. Die Afrikaner hätten im Papst offenbar die Personifizierung dafür gesehen, "dass wir alle Kinder der Familie Gottes sind" - einer Familie mit Stärken und Schwächen, sagte er am Montag auf dem Rückflug von Angola nach Rom gegenüber den mitreisenden Journalisten. Zugleich habe ihn das starke Gespür der Afrikaner für das Heilige, für die Liturgie bewegt.
Erschüttert sei er über den Tod der beiden jungen Frauen im Chaos vor den Eingängen des Stadions von Luanda, unterstrich der Papst. Er bete für die Opfer, betonte er und beklagte, dass eine Tote nach wie vor nicht identifiziert sei: "Wir beten und hoffen, dass die Dinge in Zukunft so organisiert werden können, dass so etwas nie wieder passiert".
Bewegt äußerte sich Benedikt XVI. während des achtstündigen Rückflugs über seine Begegnung mit den Kranken im "Centre Cardinal Leger" der kamerunischen Hauptstadt Yaounde: "Es hat mich bewegt, die Welt dieses vielfachen Leidens zu sehen, all die Trauer und die Armut der
| Image (img3) invalid or missing |
menschlichen Existenz, aber auch die Zusammenarbeit von Staat und Kirche bei der Hilfe für die Leidenden". Durch den Einsatz für den Leidenden "wird der Mensch, wird die Welt menschlicher".
Als wichtige Etappe seiner elften Auslandsreise bezeichnete Benedikt XVI. weiters die Veröffentlichung und Verteilung des Arbeitspapiers für die im Oktober bevorstehende Afrika-Synode. Im Gespräch mit den Bischöfen des Synodenrates habe er ein detailliertes Bild der unterschiedlichen kirchlichen Wirklichkeiten in Afrika erhalten, von ihrem Reichtum, ihren Problemen und ihren Hoffnungen. Beeindruckt habe ihn die Schilderung über die Kirche Südafrikas, die die Erfahrung einer schwierigen Aussöhnung hinter sich habe, und die jetzt den Kirchen in Burundi und auch im Zimbabwe bei ihrem Aussöhnungsprozess zu helfen versuche.
Benedikt XVI. dankte schließlich seinen Gastgebern, den Organisatoren und allen, die seine Pastoralreise nach Afrika ermöglicht hatten.
Image (img4) invalid or missing |
Nach seiner Rückkehr in Rom wird sich der Papst zunächst für einige Tage erholen. Die Generalaudienz am Mittwoch fällt aus, erst für Donnerstag stehen wieder die nächsten öffentliche Termine auf dem Papstprogramm.
Den traditionellen Rückblick auf seine Reise wird Benedikt XVI. daher erst am kommenden Sonntag beim Angelus-Gebet oder bei der Generalaudienz am 1. April geben.