Schönborn: Ständige Diakone "große Gabe für Kirche"
Internationale Konferenz der Diakone in Wien mit Festmesse zu Ende gegangen. Schönborn: Dreifache Berufung der Diakone zu Ehe und Familie, im Beruf; in Mission; im Dienst der Kirche
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Wien, 30.3.09 (KAP) Mit einem festlichen Gottesdienst im Wiener Stephansdom ist am Sonntag die internationale Konferenz der Ständigen Diakone zu Ende gegangen. Kardinal Christoph Schönborn sprach in seiner Predigt davon, dass die Ständigen Diakone eine "große Gabe für die Kirche" sind. Der Wiener Erzbischof führte die dreifache Berufung der Diakone zu Ehe und Familie, im Beruf sowie in der Mission und im Dienst in der Kirche an.
Im Stephansdom erinnerte Kardinal Schönborn auch an seinen Vorvorgänger, Kardinal Franz König, der sich beim Zweiten Vatikanischen Konzil maßgeblich für die Wiederbelebung des Ständigen Diakonats in der katholischen Kirche eingesetzt hatte. Die ersten Ständigen Diakone in Österreich wurden dann 1970 im Stephansdom geweiht.
Mit Kardinal Schönborn konzelebrierten u.a. der Erzbischof von Durban, Kardinal Wilfrid Fox Napier, und der - aus Österreich stammende - Bischof von Keetmanshoop in Namibia, Philipp Pöllitzer.
Rund 200 Teilnehmer aus 30 Ländern hatten sich bei der internationalen Konferenz im Kardinal-König-Haus die Situation der Ständigen Diakone auf den verschiedenen Kontinenten analysiert und über Spiritualität und Aufgabenfelder für Diakone beraten. Die Konferenz stand unter dem Motto "Diakonische Spiritualität. Gestern - heute - morgen".
Diakone sind besonders dazu berufen, "dort die Stimme zu erheben, wo Menschen in ungerechten Strukturen leben müssen und unter Armut und Ausgrenzung leiden", betonte der neugewählte Vorsitzende des "Internationalen Diakonatszentrums" (IDZ), Prof. Klaus Kießling, zum Abschluss der Tagung. "Wir sind aufgerufen, eine Spiritualität christlicher Solidarität zu kultivieren", sagte der Theologe und Psychologe. Ständige Diakone seine aber keine "Stellvertreter" der Priester. Ihre Aufgabe sei es, Menschen als Gesandte der Kirche zu begleiten.