Positive Stimmung zwischen Katholiken und Orthodoxen
Die russisch-orthodoxe Kirche möchte ihre Beziehung zur katholischen Kirche verstärken. Treffen zwischen Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats und dem Apostolischen Nuntius in Russland
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Moskauer Basilius-Kathedrale |
Moskau, 21.05.2009 (KAP) Die russisch-orthodoxe Kirche möchte ihre Beziehung zur katholischen Kirche verstärken. Das sagte der neue Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats, der frühere Wiener russisch-orthodoxe Bischof Hilarion (Alfejew), bei einem Treffen mit dem Apostolischen Nuntius in Russland, Erzbischof Antonio Mennini.
Das Treffen habe in einem Klima gegenseitigen Verständnisses und der Offenheit stattgefunden, hieß es danach in einer offiziellen Mitteilung des Moskauer Patriarchats. Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und dem Moskauer Patriarchat seien noch nie so gut gewesen wie jetzt. Auch Erzbischof Mennini äußerte sich im Gespräch mit "Radio Vatikan" in ähnlichem Sinn. Der Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats habe bei der Begegnung betont, dass Papst Benedikt XVI. bei den Russen sehr geschätzt werde, das gelte insbesondere für seine theologischen Werke und für seine Treue zur Tradition.
Ein zentrales Thema sei die Arbeit der gemischten Kommission gewesen, die noch vor Sommerbeginn neuerlich zusammentreten wird, berichtete Erzbischof Mennini. In dieser Kommission seien schon bisher die Vorurteile auf beiden Seiten offen angesprochen worden, die "brüderliche Atmosphäre" habe dazu geführt, "dass neue Wege der Zusammenarbeit möglich wurden".
Breiten Raum habe auch die Frage der Verteidigung der christlichen Werte in der Gesellschaft eingenommen, sagte Nuntius Mennini: "Erzbischof Hilarion hat seine Vorstellungen erläutert, wie er eine Zusammenarbeit zwischen Katholiken und Orthodoxen in diesem Bereich in Zukunft sieht. Es geht darum, dem Säkularismus und dem Materialismus mit vereinten Kräften entgegenzutreten".
Nuntius Mennini überreichte dem Leiter des Außenamts des Moskauer Patriarchats auch Schreiben von Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone sowie des vatikanischen "Außenministers", Erzbischof Dominique Mamberti, und des Präsidenten des Päpstlichen Kultur-Rates, Erzbischof Gianfranco Ravasi. Auch dies sei ein klares Zeichen für die Verbundenheit des Heiligen Stuhls mit dem Moskauer Patriarchat.