Festmesse der Militärseelsorge zum Weltfriedenstag
Die große Bedeutung der Europäischen Union als Friedensprojekt hat Militärbischof Christian Werner in der Wiener Austinerkirche betont. Aufruf zum Gebet für den Frieden
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Wien, 28.05.2009 (KAP) Die große Bedeutung der Europäischen Union als Friedensprojekt hat Militärbischof Christian Werner betont. Beim Festgottesdienst zum Weltfriedenstag am Donnerstag in der Wiener Augustinerkirche erinnerte Werner an die Gründungsidee der Union als friedenssicherndes Projekt nach den Schrecken zweier Weltkriege. Auf diesen Aspekt dürfe bei allen vorhandenen Problemen in der EU nicht vergessen werden, mahnte der Bischof.
Gerade Soldaten würden bei internationalen Einsätzen mit dem unvorstellbaren Leid vieler Menschen konfrontiert, so Bischof Werner weiter. Erschütternde Armut und ruinierte Gesellschaften seien das Ergebnis von Kriegen, zugleich aber auch Ursachen für Konflikte. Werner rief zum Gebet für den Frieden und zur Solidarität zwischen den Völkern und Menschen auf. Die Achtung der Würde des anderen und die Bereitschaft zur Hilfe seien unabdingbare Voraussetzungen für jeden Frieden, hielt Werner fest.
Der Militärbischof verwies in seiner Predigt auch auf die Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag 2009. Benedikt XVI. hat seine Botschaft unter das Motto "Die Armut bekämpfen, den Frieden schaffen" gestellt und fordert mehr globale Solidarität ein. "Einer der besten Wege zur Schaffung des Friedens ist eine Globalisierung, die auf die Interessen der großen Menschheitsfamilie ausgerichtet ist" schreibt der Papst wörtlich.
Er spricht sich in diesem Zusammenhang u.a. für "leistungsfähige, auf Mitverantwortung beruhende Institutionen" aus, die zum Funktionieren des internationalen Wirtschaftssystems beitragen.