Papst will US-Präsident Obama am 10. Juli treffen
Diplomatische Kreise des Vatikans und der USA bestätigten Vorbereitungen zur ersten Begegnung. Die Beziehungen zwischen Hl. Stuhl und US-Regierung sind wegen ethischen Differenz beeintächtigt
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Vatikanstadt-Washington (KAP) Papst Benedikt XVI. will US-Präsident Barack Obama im Juli kurz vor oder nach dem G 8-Gipfel in Aquila in Audienz empfangen. Diplomatische Kreise des Vatikans und der USA bestätigten Vorbereitungen zur ersten Begegnung Benedikts XVI. mit Obama, wie italienische Medien am Sonntag berichteten. Am wahrscheinlichsten sei nach dem gegenwärtigem Stand eine Audienz am 10. Juli, gleich nach dem dreitägigen Gipfel der führenden Industriestaaten. Offizielle Bestätigung gab es bisher noch nicht.
Der G 8-Gipfel sollte heuer ursprünglich auf Sardinien stattfinden. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi plädierte dann aber dafür, das Treffen nach L'Aquila zu verlegen, die Hauptstadt der von einem Erdbeben am 6. April schwer heimgesuchten Abruzzen-Region.
Die Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der neuen US-amerikanischen Regierung sind wegen der Positionen des Präsidenten in einigen wichtigen ethischen Fragen - Abtreibung, Embryonenforschung, Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften - beeinträchtigt. Als positives Signal wurde allerdings die Ernennung des Theologen Miguel H. Diaz zum neuen US-amerikanischen Vatikanbotschafter gewertet.