"Kirche als Tankstelle für die Seele"
Wien, 10.6.06 (KAP) Der Erfolg der "Langen Nacht" müsse als Zeichen dafür gesehen werden, "dass die Kirche als Dach für die Seele und als Tankstelle für die Seele vielen Menschen sehr wichtig ist", sagte Kardinal Christoph Schönborn in der Nacht zum Samstag in einer ersten Stellungnahme. Es sei sehr erfreulich, dass die Einladung, "einfach Kirchen zu besuche und Kirche von innen zu erleben", so viele Menschen anspreche.
Sehr positiv äußerte sich der Wiener Erzbischof im "Kathpress"-Gespräch zum vielfältigen Programm, das in den 180 Wiener Pfarren angeboten wurde. Dabei betonte er, dass alle Pfarren und Gemeinschaften, die sich an der "Langen Nacht" beteiligten, ihr Programm völlig selbständig gestalten konnten. Dass dabei in manchen Pfarren auch dem Sport bzw. Fußball Raum gegeben wurde, sei durchaus zu begrüßen. Schönborn: "Sport hat viel mit dem Leben der Menschen zu tun. Warum soll man das nicht gerade in jener Nacht thematisieren, in der die Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet wird?"
Auf die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Wien angesprochen, sagte Kardinal Schönborn, dass er für das Klima des Vertrauens und des Respekts, das in Österreich und Wien zwischen den Kirchen herrsche, sehr dankbar sei. Das sei nicht zuletzt auch ein Verdienst von Kardinal Franz König. Nun gelte es, diesen Weg des Vertrauens und der Zusammenarbeit entschlossen weiter zu gehen.
Die "Lange Nacht der Kirchen" wurde von allen in Wien ansässigen christlichen Kirchen gemeinsam durchgeführt.