Vatikan-Zeitung würdigt Michael Jackson
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Vatikanstadt, 29.06.2009 (KAP) Die Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano" hat den verstorbenen Popstar Michael Jackson gewürdigt. Der "Osservatore" bezeichnete Jackson als "Mythos der Pop-Musik" und einstiges "Wunderkind". Mit seinen Produktionen sei es ihm gelungen, die Grenzen der "black music" zu überwinden.
Mit dem Rekordverkauf seines Albums "Thriller" (50 Millionen Tonträger) habe Jackson 1982 den Gipfel seiner Kreativität erreicht, heißt es in dem Nachruf weiter. Danach sei die musikalische Erfolgskurve nach unten gegangen, obwohl die Popularität Jacksons sehr groß geblieben sei.
Leider habe Jackson nicht nur als Sänger einen Abstieg erlebt, stellte der "Osservatore" mit Blick auf die immer wieder gegen Jackson erhobenen Pädophilie-Vorwürfe fest. Keine noch so schwere Anschuldigung habe jedoch seinen Mythos bei Millionen Fans zerstören können. Daher werde der "King of Pop" durch seine Musik "weiterleben".
Der "Osservatore" skizzierte die Karriere des 1958 als Kind einer armen Arbeiterfamilie in der Stahlmetropole Gary im Bundesstaat Indiana geborenen Jackson. Schon als Kind habe Michael - der mit vier älteren Brüdern Mitglied der Gruppe "Jackson Five" war - durch seine "außerordentliche Soul-Stimme" die Leute fasziniert. Auf dem Hintergrund des nordamerikanischen Rassismus habe Jackson in späteren Jahren jenen "Prozess der Redefinition seiner selbst" begonnen, der schließlich dazu führte, "dass er die typischen somatischen Züge der Afroamerikaner verlor".