US-Präsident nennt Themen für Gespräch mit Papst
US-Präsident Barack Obama will bei seinem bevorstehenden Treffen mit Papst Benedikt XVI. über eine Friedenslösung für den Nahen Osten und über den Kampf gegen die weltweite Armut sprechen
Image (img2) invalid or missing |
Image (img3) invalid or missing |
Washington, 03.07.2009 (KAP) US-Präsident Barack Obama will bei seinem bevorstehenden Treffen mit Papst Benedikt XVI. über eine Friedenslösung für den Nahen Osten und über den Kampf gegen die weltweite Armut sprechen. Das kündigte Obama am Donnerstag (Ortszeit) in einem Pressegespräch mit Vertretern katholischer Medien aus den USA und aus Italien in Washington an. Weiter solle es um Themen wie Klimawandel und Einwanderung gehen. In allen diesen Bereichen habe Benedikt XVI. eine "außerordentliche Führerschaft" eingenommen, so der Präsident. Obama wird am Rand des G8-Gipfels im italienischen L'Aquila am 10. Juli zu einer Audienz beim Papst im Vatikan erwartet.
Zugleich räumte Obama Meinungsunterschiede mit der katholischen Kirche ein. Es werde "immer Bereiche geben, in denen sich keine volle Übereinstimmung finden lassen wird", sagte er mit Bezug auf Themen wie Lebensschutz und Familienpolitik. Die von katholischen US-Bischöfen erhobenen Bedenken nehme er sehr ernst. "Ich werde niemals die Kritik der katholischen Bischöfe ignorieren, weil ich der Präsident aller Amerikaner bin, nicht nur derer, die zufällig meiner Meinung sind", sagte Obama.
Im Blick auf das umstrittene Gesetzesvorhaben einer völligen Freigabe der Abtreibung (Freedom of Choice Act/FOCA) betonte Obama, das Gesetz werde keinesfalls eine Verpflichtung von Ärzten und Krankenhäusern zur Durchführung von Abtreibungen enthalten. Es werde die Möglichkeit des Gewissensvorbehalts geben. "Ich war auch in meiner Zeit als Abgeordneter für den Senat in Illinois ein Unterstützer einer starken Gewissensklausel für katholische Spitäler und für Gesundheitsdienstleister", sagte Obama.
Der Präsident erinnerte daran, dass es auch beim Lebensschutz Punkte gebe, in denen katholische Kirche und er übereinstimmten. Dazu zählte Obama weitere vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung von Schwangerschaften und Abtreibungen bei Teenagern.