Neuer Dompfarrer für St. Pölten
St. Pölten, 11.6.06 (KAP) Einen neuen Dompfarrer für St. Pölten hat Diözesanbischof Klaus Küng ernannt: Norbert Burmettler, Pfarrer in Gaming, wird am 1. September diese Funktion übernehmen. Der frühere Dompfarrer Wolfgang Reisenhofer hatte im Jänner seine Funktion nach zehn Jahren zurückgelegt.
Der neue St. Pöltner Dompfarrer wurde 1949 in Loich im Pielachtal geboren und wuchs in Kirchberg an der Pielach auf. Er studierte nach der Matura an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in St. Pölten. 1973 wurde er in Krems zum Priester geweiht. Die Kaplansjahre führten ihn nach Euratsfeld, Lunz am See und nach Litschau, wo er von 1977 bis 1995 Pfarrer war. Seit 1995 wirkt er in Gaming. Pfarrer Burmettler war mehrmals Mitglied im Priesterrat, dem er auch derzeit angehört. Er ist geistlicher Assistent für die Charismatische Gemeindeerneuerung in der Diözese St. Pölten.
"In meiner seelsorglichen Tätigkeit will ich Pfarrer für alle sein", sagte der designierte Dompfarrer: "Ich möchte meinen Dienst für alle Menschen ausüben, ganz gleich welcher Altersstufe oder Lebenssituation. Mein Ziel wird es sein, die christliche Botschaft als Lebenshilfe anzubieten". Pfarrer Burmettler bekräftigte, dass er sich in seiner pastoralen Aufgabe auf das Zweite Vatikanische Konzil stützen werde. Priester und Laien sollen unter der Leitung des Bischofs ihre Dienste zum Aufbau des Reiches Gottes in der Welt von heute ausüben. Als Vorbilder seiner priesterlichen Tätigkeit bezeichnete Burmettler Kardinal Franz König und Papst Johannes Paul I. Er wolle versuchen, nach dem Vorbild Kardinal Königs Brücken "innerhalb der Kirche und zu den Menschen außerhalb der Kirche zu bauen", sagte der designierte Dompfarrer. Johannes Paul I. (Albino Luciani) habe in seinem kurzen Pontifikat der 33 Tage "Lebendigkeit und Freundlichkeit" ausgestrahlt; diesen Optimismus sehe auch er als verpflichtend an.