Schönborn würdigt Arbeit der katholischen Frauen
Tagung der Katholischen Frauenbewegung unter dem Motto "Verantwortlich leben - Heute gestalten wir das Morgen". Schönborn: "Die Frauen prägen pastorale Praxis auf allen kirchlichen Ebenen"
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Kardinal Schönborn |
Wien (KAP) Die katholischen Frauen wollen "Verantwortung für Morgen" übernehmen. Dies betonte die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), Margit Hauft, am Montagabend im Wiener Raiffeisenhaus bei der Eröffnung der Sommerstudientagung "Verantwortlich leben - Heute gestalten wir das Morgen".
Kardinal Christoph Schönborn würdigte dabei die ehrenamtliche Arbeit der katholischen Frauen; diese Arbeit verdiene "große Dankbarkeit auch von Seiten der Bischöfe", so der Kardinal. Zugleich ermutigte er die Frauen, ihr Engagement auch auf die Jugend auszuweiten und so auch den eigenen Nachwuchs stärker zu fördern.
Dankbar äußerte sich der Wiener Erzbischof über das pfarrliche Engagement der Frauenbewegung: "Die Frauen prägen die pastorale Praxis auf allen kirchlichen Ebenen. Trotz vieler Schwierigkeiten haben sie die Liebe zu Christus, zur Kirche und zu den Menschen nicht verloren". Oft seien es gerade die Frauen, die die Pfarrer kraftvoll unterstützen "und so das Leben der Gemeinden in vielen zum Positiven wenden".
Ein wichtiger Ort, "Verantwortung für Morgen wahrzunehmen", sei die "Anwaltschaft für die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder", betonte Kardinal Schönborn. Die kfb trage wesentlich dazu bei, ein kinder- und familienfreundliches Klima im Land zu schaffen. In diesem
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Frauenbewegung-Vorsitzende Hauft |
Zusammenhang kündigte Kardinal Schönborn an, dass auch die Erzdiözese Wien ein Signal für mehr Kinderfreundlichkeit setzen wolle und dazu die Einrichtung eines Betriebskindergartens und Hortes im Erzbischöflichen Palais erwäge.
Auch Margit Hauft betonte, dass die Frauen insbesondere in den Pfarren unersetzliche Stützen des kirchlichen Lebens seien. Zugleich jedoch gelte es immer wieder, auch jene innerkirchlichen "wunden Punkte" anzusprechen, "zu denen wir nicht schweigen können", so Hauft: "Wir wollen unseren Anteil dazu beisteuern, diese wunden Stellen zu heilen und zwar nachhaltig". Daher verstehe sich die kfb auch als eine "Trotzdem- und Obwohl-Organisation".
Die Sommerstudientagung der kfb dauert bis 17. Juli. Auf dem Programm stehen Vorträge, Workshops und eine Podiumsdiskussion am Mittwoch zum Thema "Wie gestalten wir das Morgen?" Diskutieren werden dabei Elisabeth Freytag vom "Lebensministerium", die Vorsitzende des ÖGB-Burgenland, Sylvia Gartner, ORF-Radio-Redakteurin Monika Kalcsics und Maria Vogt von der Frauenkommission der Österreichischen Bergbauernvereinigung "Via Campesina Austria".