50. Christophorus-Sammlung
"Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft" (MIVA) bittet die Autofahrer um Spende von "einem ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer". Geld für Autos, Motorrädern, Fahrrädern in armen Ländern
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Schlüsselübergabe für ein MIVA-Fahrzeug in Gmünd
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Wien-Linz, 20.07.2009 (KAP) Zum "Christophorus-Sonntag" am 26. Juli bittet die MIVA ("Missions-Verkehrsarbeitsgemeinschaft") die Autofahrerinnen und Autofahrer heuer zum 50. Mal um eine Spende von "einem ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer". Das Geld verwendet die MIVA zur Anschaffung von Autos, Motorrädern, Fahrrädern und sonstigen Fahrzeugen, die bei Missions- und Entwicklungsprojekten in den Ländern des "Südens" den Menschen ein Stück Mobilität schenken. Gesammelt wird in den Kirchen, die Autofahrer können ihre Spende aber auch über das MIVA-Spendenkonto bei der PSK (Kto. Nr. 1.140.000, BLZ 60.000) einzahlen.
In vielen österreichischen Pfarren ist es gute Tradition, dass am Christophorus-Sonntag - der Heilige Christophorus ist der Schutzpatron aller Verkehrsteilnehmer - auch Fahrzeugsegnungen stattfinden. Dabei geht es nicht um die Segnung der "heiligen Kuh Auto". Vielmehr werden jene Menschen gesegnet, die mit Autos, Motorrädern oder anderen motorisierten Fortbewegungsmitteln unterwegs sind.
Doppeltes Jubiläum
Die MIVA feiert heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Sie wurde 1949 im Stift Lambach auf Beschluss der Österreichischen Bischofskonferenz gegründet. Treibende Kraft war Karl Kumpfmüller aus Stadl Paura, der auch erster MIVA-Geschäftsführer wurde.
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Haupteinnahmequelle war zunächst die - von MIVA-Gründer Kumpfmüller angeregte - Sternsingeraktion der Katholischen Jungschar. Als die Dreikönigsaktion zu einem eigenständigen Hilfswerk ausgebaut wurde, erfand Kumpfmüller zehn Jahre nach der MIVA-Gründung die"Christophorus-Aktion" als neue Spendenquelle. Die Idee, Autofahrer um einen Beitrag zu bitten, soll bei der Überstellungsfahrt eines MIVA-Fahrzeuges nach Hamburg entstanden sein. Kumpfmüller malte sich aus, wie viele Projekte die MIVA unterstützen könnte, würde das Hilfswerk pro entgegenkommendem Fahrzeug auch nur einen Groschen erhalten.
Etwa 20.000 Fahrzeuge hat die MIVA in den bisher 60 Jahren ihres Bestehens finanziert. Der "Groschen" (mittlerweile: Zehntelcent) pro unfallfrei gefahrenem Kilometer machte es möglich - als "Zeichen weltweiter christlicher Solidarität und als kleines Dankeschön für gesundes Heimkommen".
Das doppelte Jubiläum - 60 Jahre MIVA, 50 Jahre "Christophorus-Aktion" - wird am kommenden Wochenende (24. bis 26. Juli) mit einem dreitägigen "Weltfest" am MIVA-Sitz in Stadl Paura gefeiert. Bereits vom 23. bis 24. Juli ist die MIVA auch Mitorganisatorin einer großen Fachtagung zum Thema "Schöpfungsverantwortung in der Krise", zu der u.a. die mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnete indische Umweltaktivistin und Bürgerrechtlerin Vandana Shiva im Stift Lambach erwartet wird.