Priesterseminare Ausgangspunkt der Neuevangelisierung
Das sagte Papst Benedikt XVI. bei Generalaudienz in Castel Gandolfo. Er erinnerte auch an den Priester Johannes Eudes, der 1925 heilig gesprochen wurde
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(Radio Vatikan) Papst Benedikt XVI. wünscht sich eine neue Aufmerksamkeit für die Priesterausbildung. Das sagte er an diesem Mittwoch in Castelgandolfo anlässlich der Generalaudienz. Die Priesterseminare seien der Ausgangspunkt der Neu-Evangelisierung, erklärte Benedikt vor mehren Tausend Pilgern und Besuchern. Die katholische Kirche befinde sich in einer ähnlichen Situation wie zu Zeiten des Tridentinischen Konzils, so der Papst.
„Das Konzil von Trient hatte Normen für die Priesterseminare erlassen, weil es damals eine Krise gab, die auch von der schlechten Priesterausbildung verursacht war. Damals gab es Priesteramtskandidaten, die oft nicht aus intellektueller und spiritueller Sicht reif waren. Sie waren in ihren Herzen und in ihrer Seele für diesen Dienst nicht bereit. Doch die Normen wurden in Deutschland und Frankreich erst nach gewisser Zeit angewandt. … Auch in der heutigen Zeit müssen wir unsere Aufmerksamkeit der Priesterausbildung widmen, damit die künftigen Priester Zeugen der Barmherzigkeit Gottes sind, die ihr ganzes Leben Christus widmen.“
Erinnerung an Priester Hl. Johannes Eudes
An diesem Mittwoch gedenkt die Kirche des Heiligen Johannes Eudes. Der Papst erinnerte bei der Generalaudienz an diese große Priestergestalt. Dabei machte er in Castelgandolfo einen Vergleich
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mit dem Pfarrer von Ars, dem Heiligen Jean-Marie Vianney. Vor mehreren Tausend Pilgern und Besuchern im Hof des Papstpalastes sagte er auf Deutsch:
„Von Herzen heiße ich die Pilger und Besucher deutscher Sprache willkommen. Heute feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Johannes Eudes, einer großen Priestergestalt wie der Pfarrer
von Ars, mit dem er zusammen im Jahre 1925 heiliggesprochen wurde. Johannes Eudes hatte erkannt, dass die geistliche Not der Menschen seiner Zeit zu einem guten Teil auf Unzulänglichkeiten in der Ausbildung der Priester zurückzuführen war.“
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Hl. Johannes Eudes |
Wegen seines Einsatzes für die Verbreitung der Verehrung der Herzen Jesu und Mariens wird der Heilige Johannes Eudes auch „Urheber, Lehrer und Apostel der liturgischen Verehrung des Herzens Jesu“ genannt.
„Sein ganzes Bemühen ging dahin, die geistliche Lebensführung der Priester zu verbessern. Der Weg der Heiligung – davon war er überzeugt – besteht in der vorbehaltlosen Antwort und Hingabe an die Liebe, die Gott der Menschheit im priesterlichen Herzen Jesu und im mütterlichen Herzen Marias offenbart. In diesem Sinn wollen wir alle Priester und uns selber dieser Herzensliebe unseres Herrn und seiner Mutter anvertrauen, auf dass auch durch uns Gottes Erbarmen immer mehr in dieser Welt sichtbar wird. Der Heilige Geist stärke euch und begleite euch auf euren Wegen.“
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