Kirche in osteuropäischen Ländern braucht weiter Hilfe
Die Hilfswerke"Kirche in Not", "Renovabis" und die US-amerikanische Bischofskonferenz stimmen Förderprojekte für die Reformstaaten seit 15 Jahren miteinander ab. Problem Wirtschaftskrise
München, 10.09.2009 (KAP) Die Kirche in den Reformstaaten ist auch 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs auf Hilfe von außen angewiesen. Das betonten Vertreter der katholischen Hilfswerke "Kirche in Not" und "Renovabis" sowie der US-amerikanischen Bischofskonferenz nach einem Treffen am Mittwoch in Freising. Die Wirtschaftskrise lasse die Schere zwischen Reich und Arm in den Reformstaaten weiter auseinanderklaffen. Auch sei es falsch zu meinen, neue EU-Mitgliedsländer wie etwa Lettland bräuchten keine Unterstützung mehr. Die wirtschaftliche Entwicklung dort sei genauso besorgniserregend wie in Bosnien, Moldawien und der Ukraine.
"Kirche in Not", "Renovabis" und die US-amerikanische Bischofskonferenz stimmen Förderprojekte für die Reformstaaten seit 15 Jahren miteinander ab. Den Angaben zufolge finanzierten sie 2008 Hilfsprogramme im Ausmaß von fast 54 Millionen Euro. Zu den Projekten gehören Seelsorgezentren, theologische Hochschulen und Sozialeinrichtungen vor allem in Regionen, in denen Katholiken eine Minderheit sind. Derzeit beteiligen sich "Kirche in Not", "Renovabis" sowie die US-amerikanischen Bischöfe beispielsweise gemeinsam an den Baukosten eines Pastoralzentrums der katholischen Kirche des lateinischen Ritus in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, der Theologischen Hochschule im serbischen Subotica sowie eines Heims für alte, kranke und pflegebedürftige Priester der Erzdiözese Sarajevo.