80 Prozent aller religiös Verfolgten sind Christen
Ihr Anteil wachse laut einer Studie der "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" weiter, etwa durch die Einführung und Anwendung des der "Sharia" in manchen Ländern. Kritik auch an Verfolgung anderer Religionen durch oder mit Duldung von Christen
Image (img2) invalid or missing |
|
Schweigemarsch für verfolgte Christen, Wiener Stephansplatz, März 2009 |
Berlin, 17.9.09 (KAP) Etwa 80 Prozent aller religiös Verfolgten weltweit sind nach Angaben der "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" (IGFM) Christen. Ihr Anteil wachse weiter, etwa durch die Einführung und Anwendung des islamischen kanonischen Rechts der "Sharia" in manchen Ländern, sagte der Vorstandssprecher der Menschenrechtsorganisation, Martin Lessenthin, am Donnerstag der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Zu ähnlichen Ergebnissen wie IGFM kämen etwa die "Gesellschaft für bedrohte Völker" (GfbV) oder das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not".
Gleichzeitig erinnerte der IGFM-Vorsitzende auch an Verfolgung anderer Religionen durch oder mit Duldung von Christen. Seine Organisation habe mit gleicher Deutlichkeit wie gegen islamistische Umtriebe auch gegen Menschenrechtsverletzungen durch orthodoxe Russen oder Serben protestiert.
Als einen besonderen Fall nannte Lessenthin Indien, wo Christen, Muslime und Buddhisten gleichermaßen unter Übergriffen von Hindu-Extremisten zu leiden hätten. Die Kritik der IGFM richte sich nicht nur gegen die Verfolger selbst, sondern auch gegen Behörden und Politiker in jenen Staaten, die den betroffenen Minderheiten keinen Schutz bieten. Dies gelte etwa für Nigeria, wo die Bundesbehörden aus politischen Rücksichten zu wenig gegen die "barbarischen" Sharia-Strafen in muslimisch dominierten nördlichen Bundesstaaten einschreiten.
Linktipps:
» "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" (IGFM), Deutschland
» "Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte" (IGFM), Österreich