Katholische Aktion Kärnten kritisiert Asylpolitik
Klagenfurt, 23.6.06 (KAP) Für die Katholische Aktion (KA) Kärntens stellt sich die Frage, ob die derzeitige österreichische Asylpolitik den Kriterien der Menschlichkeit genügt. Hinter den kolportierten Flüchtlingszahlen stünden Lebensschicksale, sie kenne viele davon persönlich, so die Kärntner KA-Präsidentin Eva Maria Wernig in einer Aussendung am Freitag. Oft geschehe es, dass Asylwerber aus Angst nicht bereit sind, ihre Leidensgeschichte öffentlich kund zu tun: Das stimme sie "sehr nachdenklich", so Wernig.
"Angesichts dieser persönlichen Schicksale beschämen mich die finanziellen Kürzungen in der Flüchtlingsbetreuung", kritisierte die Kärntner KA-Präsidentin. "Mit bangem Herzen" denke sie auch an den bevorstehenden Wahlkampf, wo Flüchtlinge wohl "einmal mehr als Feindbilder missbraucht" würden: "Den Preis dafür bezahlen Menschen, die sich nicht wehren können".
Eva Maria Wernig - zugleich auch Vorsitzende der Kärntner Katholischen Frauenbewegung und Mitglied des Konsistoriums der Diözese Gurk - ist Mutter von sechs Kindern. Neben ihren drei leiblichen Kindern hat die Familie drei Kinder aus Äthiopien, Indien und Rumänien adoptiert.