Franziskanische Gemeinschaft wählte neuen Vorstand
Linz, 26.6.06 (KAP) Die Franziskanische Gemeinschaft (auch "Dritter Orden des hl. Franziskus" genannt) hat ein neues Führungsgremium: 38 Delegierte aus Österreich und Südtirol wählten im Haus St. Klara der Vöcklabrucker Franziskanerinnen im Beisein zweier Visitatoren aus Rom den neuen Nationalvorstand für die nächsten drei Jahre: Die Grazer Künstlerin Christine Wuchse wurde Nationalvorsteherin, die burgenländische Zahnärztin Anneliese Steindl ihre Stellvertreterin; als Geistliche Nationalassistenten fungieren nunmehr der Kapuziner Br. Erhard Mayerl aus Wiener Neustadt sowie der Wiener Franziskaner P. Wolfgang Frühwirth.
Die Franziskanische Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Frauen und Männern aus dem Laienstand, die nicht im Kloster leben, sondern ihren weltlichen Berufen nachgehen und auch Familie haben können. Seine Gründung geht direkt auf Franz von Assisi zurück. Weltweit gehören dieser Vereinigung mehrere Hunderttausend Personen in mehr als 50 Ländern an. In Österreich und Südtirol zählen 75 Gemeinschaften in 5 Regionen mit mehr als 2.100 Mitgliedern zur Franziskanischen Gemeinschaft, die kirchliche und staatliche Rechtspersönlichkeit besitzt.
"Die Mitglieder des weltlichen Franziskanerordens wollen mit ihrer geerdeten Spiritualität vom menschenfreundlichen Antlitz Gottes mitten in der Welt Zeugnis geben", erklärte Bildungsreferent Ewald Kreuzer. Soziale Schwerpunkte der letzten Jahre sind Hilfsprojekte in Osteuropa und zu Gunsten von Lepra-Kranken.