Statt Lebensschutz wird "Recht auf Abtreibung" reklamiert
Image (img2) invalid or missing |
Wien, 05.10.09 (KAP) "Statt Kindern zum Leben zu helfen, wird ein vermeintliches 'Recht auf Abtreibung' reklamiert": Diesen Wandel im Rechtsempfinden von "immer mehr Menschen" hat der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), Prof. Clemens Steindl kritisiert. Ungeachtet der Straffreiheit in Ausnahmefällen sei der Schwangerschaftsabbruch in Österreich aber nach wie vor verboten, so Steindl in einer KFÖ-Aussendung am Montag.
Der Politik wirft Steindl Wegschauen beim Thema Abtreibung vor. "Was sind sie wert, die Erklärungen der Politik, dass Abtreibungen gesellschaftlich und medizinisch unerwünscht sind?", fragt der KFÖ-Präsident angesichts des jüngsten, mit öffentlichen Geldern finanzierten Festes anlässlich einer seit drei Jahrzehnten bestehenden privatem Wiener Abtreibungsklinik. Für Feiern besteht - so Steindl - kein Anlass, wenn man an die seit der Ära Kreisky uneingelösten Versprechen auf "flankierende Maßnahmen" zur Vermeidung von Abtreibungen denke.
In Österreich würden zu jeden Thema Unmengen Daten gesammelt, nicht jedoch werde erhoben, wie viele Schwangerschaftsabbrüche es gebe. "Erst recht gibt es keine Erkundung der Motive", kritisierte Steindl. Er stellte die Frage, ob die säumigen Politiker "mit gewollter Unkenntnis Nicht-Handeln rechtfertigen" wollten. Andernfalls müssten ja Mittel zur Verfügung gestellt werden, um Abtreibungen zu verhindern und die oft dahinterstehende Notlage von Frauen und Männern, die
Image (img3) invalid or missing |
|
Prof. Clemens Steindl |
ein Kind erwarten zu überbrücken.
Steindl nannte es ein "gesellschaftspolitisches Armutszeugnis", wenn in einem der reichsten Länder der Welt Abtreibungen aufgrund materieller Notlagen erfolgen. Der KFÖ fordere, das menschliche Leben von Anfang an und in all seinen Formen zu schützen.
Linktipps: