"Österreich darf nicht zum 'Klima-Zechpreller' werden!"
50 NGOs aus ökologischen und kirchlichen Bereich machten vor Finanzministerium auf Versäumnisse der Regierung aufmerksam
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Wien (KAP) Durch die Klimaveränderung verursachte Naturkatastrophen und Verwüstungen nehmen zu, umso mehr ist Österreich unter Zugzwang, seine "Klima-Zeche" zu zahlen: 50 NGOs aus dem ökologischen, sozialen und kirchlichen Bereich haben bei einer gemeinsamen Protestaktion vor dem Finanzministerium auf bisherige Versäumnisse der Regierung aufmerksam gemacht und gefordert: "Österreich darf nicht zum 'Klima-Zechpreller' werden!"
Aufgerufen zu der Aktion hatte die "Allianz für Klimagerechtigkeit", der u.a. die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO), "Horizont 3000", die "ARGE Weltläden", Global 2000, Greenpeace, das Klimabündnis Österreich, das Ökosoziale Forum, das Rote Kreuz und der WWF Österreich angehören. Gemeinsames Ziel ist mehr Klimaschutz in Österreich und internationale "Klimagerechtigkeit".
Globale Klimaveränderung zeicht sich immer deutlicher
Die globale Klimaveränderung zeige sich immer deutlicher in Flutkatastrophen, Hitzewellen und Wirbelstürmen, sagte die Koordinatorin der internationalen Kirchenkampagne "Klima fair bessern!", Josefa Molitor-Ruckenbauer. Besonders betroffen von den dramatischen Folgen des Klimawandels seien Menschen in den Entwicklungsländern, die kaum etwas zu seiner Verursachung beitrugen. Die Industrieländer als Hauptverursacher hätten über viele Jahrzehnte Treibhausgase "gezecht" und müssten nun - so die NGO-Forderung - für die ökologischen Folgekosten aufkommen.
Nur durch verbindliche Zusagen von Finanzmitteln könnten die laufenden Klimaverhandlungen erfolgreich verlaufen und im Dezember auf der Klimakonferenz in Kopenhagen zu einem neuen Klimaabkommen führen. Die "Allianz für Klimagerechtigkeit" verlangt deshalb von der österreichischen Bundesregierung "mutige Schritte in Sachen Klimafinanzierung" und eine Vorbildfunktion für andere Industriestaaten.
Musikalisch unterstützt wurde die Allianz von Vertretern der "neuen Wienerliedszene", Birgit Denk und Matthias Kempf.
