Maria Hampel-Fuchs ist "Bürgerin der Stadt Wien"
Wien, 30.6.06 (KAP) Die frühere Wiener Landtagspräsidentin Maria Hampel-Fuchs wurde am Freitag als "Bürgerin der Stadt Wien" geehrt. Maria Hampel-Fuchs wurde vom Ersten Wiener Landtagspräsidenten Johann Hatzl in seiner Laudatio als Politikerin "mit Verstand und Herz" bezeichnet. Ihr politisches und persönliches Engagement habe insbesondere den sozialen Anliegen wie dem Einsatz für Kinder und Jugendliche, dem Kampf gegen die Armut sowie dem Einsatz für die Senioren gegolten. Stets habe sie dabei nach dem Wahlspruch gehandelt, dass "Politik wieder mehr Menschen mit Gewissen" brauche. Der Entschluss, Maria Hampel-Fuchs als "Bürgerin der Stadt Wien" zu ehren, sei einstimmig und "von allen mit Überzeugung und Freude getragen" worden, so Hatzl.
In ihren Dankesworten betonte Maria Hampel-Fuchs, dass sie sich in den 42 Jahren, die sie mittlerweile in Wien lebt und arbeitet, "nie als Außenseiterin gefühlt" habe. Sie dankte der Katholischen Arbeiterjugend, die sie in ihrem Denken sehr stark beeinflusst habe. So bekenne sie sich auch heute dazu, "als Christin in der Politik zu stehen" und dort für ihre Überzeugungen einzutreten. "Das kann ich einfach nicht trennen", so Maria Hampel-Fuchs.
Unter den Ehrengästen waren auch der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl und der Grazer Liturgiewissenschaftler em. Prof. Philipp Harnoncourt. Wie Hampel-Fuchs in ihren Dankesworten betonte, war es Harnoncourt, der sie als Kaplan im steirischen Hartberg 1961 zur Katholischen Arbeiterjugend gebracht hatte, wo ihre Karriere ihren Ausgang nahm.
Weitere Stationen ihres bewegten politischen Lebens waren ihre Tätigkeit als Zentralsekretärin der Katholischen Arbeiterjugend-Mädchen, deren Bundesführung sie von 1967 bis 1969 übernahm. Danach arbeitete sie als Bundessekretärin der Frauen im ÖAAB. 1983 wurde Maria Hampel-Fuchs Obfrau des "Sozialen Hilfswerkes". Kommunalpolitisch war sie in Wien zunächst als Bezirksrätin in der Josefstadt tätig (von 1973-1978), bevor sie in den Wiener Gemeinderat und Landtag einzog. Von 1983 bis 1996 war Maria Hampel-Fuchs Mitglied des Wiener Stadtsenates bzw. der Wiener Landesregierung. 1996 wurde sie zur Ersten Präsidentin des Wiener Landtages gewählt. Derzeit absolviert sie ein Studium an der Universität Wien. Dies sei "ein lang gehegter Traum", so Maria Hampel-Fuchs, den sie noch neuer mit einer Diplomarbeit zum Wiener Föderalismus-Modell abschließen wird.