Vatikan: künstliche Herstellung von Embryos inakzeptabel
Bioethik-Experte Bischof Elio Sgreccia kritisiert die Ankündigung von US-Wissenschaftlern aus Stammzellen Spermien und Eizellen herzustellen
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„Das liegt mir besonders am Herzen. Denn ich glaube nicht, dass die Vaterschaft oder Mutterschaft ein Zufall ist. Eltern sein bedeutet, dass ein Mann und eine Frau ein gemeinsames Lebensprojekt in Angriff nehmen und das sollten sie im Interesse des Kindes tun, das sie erzeugen. Die Wissenschaft möchte das umgehen und das ist gefährlich, denn damit überschreitet die Menschheit jegliche ethischen Grenzen. Diese Grenzen bestehen darin, dass das menschliche Leben als solches respektiert wird.“
Die Forscher machten Menschen Hoffnung, die Kinder wollen, aber keine bekommen könnten. Doch das sei ein Vorwand, erläutert der frühere Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben. Wissenschaftler und die Pharmaindustrie hegten andere Ziele.
„Ich glaube nicht, dass wir mittlerweile in der Lage sind, die wissenschaftliche Forschung zu stoppen. Das sehen wir beispielsweise hier in Europa bei der Stammzellforschung. Es gibt europäische Länder, wo das möglich ist. Dahinter stecken aber wirtschaftliche Interessen. Es gibt Firmen, die großen Druck auf die Wissenschaftler ausüben.“
Anlass der Kritik ist ein Artikel in der britischen Zeitschrift „Nature“. US-Forscher behaupten, dass sie erstmals Spermien und Eizellen künstlich hergestellt haben. Die Wissenschaftler kündigten an, binnen fünf Jahren auf diese Weise menschliche Embryonen erzeugen zu können.