Katholiken gedenken der Verstorbenen und der Heiligen
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Wien, 31.10.2009 (KAP) Die katholische Kirche feiert am morgigen Sonntag und am folgenden Montag die beiden Feste Allerheiligen und Allerseelen. Tausende Gläubige werden an diesen Tagen die Friedhöfe besuchen, um die Gräber der Verstorbenen mit Blumen und Lichtern zu schmücken und ihrer verstorbenen Verwandten und Freunde zu gedenken. In ganz Österreich finden auch Gräbersegnungen statt. Für Christen ist das traditionelle Totengedenken ("Memento mortuorom") und die damit verbundene persönliche Einkehr und Besinnung auf die eigene Vergänglichkeit ("Memento mori") von der Hoffnung auf die Auferstehung nach dem Tod getragen.
Allerheiligen am 1. November ist eines der höchsten Feste der katholischen Kirche und reicht in seinen Ursprüngen bis ins 4. Jahrhundert zurück. Mit dem "Gedenken an alle Heiligen" ehrt die Kirche nicht nur die heiliggesprochenen Frauen und Männer, man erinnert sich besonders auch jener vielen Menschen, die ihren Glauben in ihrem Leben in aller Stille konsequent verwirklicht haben und die in keinem Heiligenkalender stehen.
Der Allerseelentag ist jünger. Von den französischen Benediktinerklöstern breitete er sich ab dem elften Jahrhundert in der abendländischen Kirche aus. Offiziell für die Gesamtkirche eingeführt wurde er jedoch erst 1915 durch Papst Benedikt XV.
Gottesdienste in ganz Österreich
In Wien feiert Kardinal Christoph Schönborn am Hochfest Allerheiligen um 10.15 Uhr das
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Pontifikalamt im Stephansdom. Der Gottesdienst wird von Domchor und Domorchester St. Stephan mit der Heilig-Messe von Joseph Haydn musikalisch gestaltet.
In der Karl-Borromäus-Kirche ("Lueger-Kirche") auf dem Wiener Zentralfriedhof beginnt um 15 Uhr der Allerheiligen-Festgottesdienst mit dem emeritierten Weihbischof Helmut Krätzl. Chor und Orchester der Waisenhauskirche führen dazu Haydns Große Orgelsolomesse auf.
Am Allerseelentag wird die Pummerin am Stephansdom um 17.40 Uhr drei Minuten lang besonders zum Gedenken an alle Opfer der Kriege weltweit läuten. Anschließend feiert Kardinal Schönborn um 18 Uhr das Requiem für alle Verstorbenen. Die Wiener Dommusik gestaltet den Gottesdienst im Stephansdom musikalisch mit dem Mozart-Requiem.
In Graz leitet Bischof Egon Kapellari den Festgottesdienst zu Allerheiligen am 1. November um 17 Uhr im Grazer Dom. Domchor und Domorchester musizieren die "Messe in Es" von Johann Georg Albrechtsberger. Zum Allerseelen-Gottesdienst am 2. November um 19 Uhr kommt die Requiem-Messe von Jehan Alain zur Aufführung.
In Klagenfurt wird Diözesanbischof Alois Schwarz am Montag, 2. November, um 19 Uhr die feierliche Allerseelenliturgie im Dom zelebrieren. Musikalisch mitgestaltet wird das Allerseelenrequiem von Solisten, Chor und Orchester der Dommusik unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Wasserfaller. Sie bringen das Requiem in B-Dur von Johann Michael Haydn zur Aufführung. Bereits traditionell werden Mädchen und Jungen der Katholischen Jugend am Abend des 1. November in Kärntner Pfarren auf die Friedhöfe gehen, Kerzen für die Verstorbenen entzünden und dieser Toten mit einem Gebet gedenken.
In Salzburg feiert Erzbischof Alois Kothgasser am Sonntag, 1. November, um 10 Uhr ein Pontifikalamt im Dom. Am Nachmittag folgt um 15 Uhr auf dem Kommunalfriedhof ein Totengedenken und die anschließende Gräbersegnung mit Erzbischof Kothgasser. Am Montag, 2. November, feiert der Salzburger Weihbischof Andreas Laun im Dom das Pontifikalrequiem für alle Verstorbenen.