"Pro Oriente"-Tagung thematisierte syrisches Christentum
"Pro Oriente"-Tagung beleuchtet gesellschaftlichen Beitrag des syro-aramäischen Christentums im Nahen Osten - Salzburger Kirchenhistoriker Prof. Dietmar Winkler: syrische Tradition ist "dritte und bei uns weitgehend unbekannte Säule der Christenheit"
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Prof. Dietmar Winkler |
(Katholisch.at) Auf die Spur der im Westen weitgehend unbekannten syro-aramäischen christlichen Tradition begibt sich das zweite, von der ökumenischen Stiftung "Pro Oriente" ausgerichtete "Colloquium Syriacum" vom 4. bis 6. November in Wien. Die Tagung unter der wissenschaftlichen Leitung des Salzburger Kirchenhistorikers und Patristikers Prof. Dietmar Winkler steht unter dem Titel "Syriac Christianity in the Middle East and India today. Contributions and Challanges". Beleuchtet werden soll insbesondere der kulturelle und soziale Beitrag des Christentums in den Ländern des Nahen Ostens sowie der Beitrag im Bereich der Bildung. Weitere Schwerpunkte des Kolloquiums bilden die Themen Religionsfreiheit, religiöser Pluralismus und das Problem ungebremster Emigration und Flucht der Christen.
Wie Prof. Winkler im Gespräch mit "Kathpress" betont, stelle die syrische Tradition neben dem lateinischen und dem griechischen Christentum eine "dritte und bei uns weitgehend unbekannte Säule der Christenheit" dar. Ziel des Kolloquiums sei es daher nicht nur, die Teilnehmer aus allen Ländern des Nahen Ostens miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen, sondern ebenso, die komplexe Struktur des Christentums im Nahen Osten zu verdeutlichen. Es greife etwa zu kurz, die Christen überall als unterdrückte Minderheit zu sehen, so Winkler unter Verweis etwa auf den Libanon, wo es eine starke christliche Repräsentanz in der Politik gibt. Auch das Verhältnis zum Islam sei differenziert zu betrachten und nicht schlichtweg als angespannt oder kritisch zu bezeichnen.
Wie Prof. Winkler im Gespräch mit "Kathpress" betont, stelle die syrische Tradition neben dem lateinischen und dem griechischen Christentum eine "dritte und bei uns weitgehend unbekannte Säule der Christenheit" dar. Ziel des Kolloquiums sei es daher nicht nur, die Teilnehmer aus allen Ländern des Nahen Ostens miteinander ins Gespräch zu bringen und zu vernetzen, sondern ebenso, die komplexe Struktur des Christentums im Nahen Osten zu verdeutlichen. Es greife etwa zu kurz, die Christen überall als unterdrückte Minderheit zu sehen, so Winkler unter Verweis etwa auf den Libanon, wo es eine starke christliche Repräsentanz in der Politik gibt. Auch das Verhältnis zum Islam sei differenziert zu betrachten und nicht schlichtweg als angespannt oder kritisch zu bezeichnen.
Referenten von allen neun Kirchen syrischer Tradition
Geladen sind Referenten aller neun Kirchen syrischer Tradition - der maronitischen, der syro-malabarischen, der syrisch-orthodoxen, der syrisch-katholischen, der malankara-jacobitischen, der chaldäischen sowie der Alten Kirche des Ostens, der assyrischen Kirche des Ostens und der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien. Für den "Blick von außen" sorgen weiters fünf externe Experten, darunter der Direktor des Forschungsinstituts für Christentum und interreligiösen Dialog
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am Heythrop College des Universität London, Prof. Anthony O'Mahony, der Direktor des Instituts für Ökumenische Theologie und Orientalische Kirchengeschichte an der Universität Göttingen sowie Vorsitzender der Gesellschaft zum Studium des christlichen Ostens, Prof. Martin Tamcke, der aus Belgien stammende, jedoch bereits seit Jahren in Jerusalem lebende Leiter der dortigen Kommission "Justitia et Pax", P. Frans Bouwen sowie der niederländische Irak-Experte und Direktor des Instituts für Ostkirchen an der Universität Nijmegen, Prof. Herman Teule.
Das "Colloquium Syriacum" stellt eine Folgeveranstaltung des ersten Kolloquiums dar, dass vom 14. bis 16. November 2007 in Salzburg stattfand. Die Kolloquien gehen auf das von "Pro Oriente" im Jahr 2006 gegründete "Forum Syriacum" zurück, das eine Plattform für die Erforschung der Geschichte und des geistig-kulturellen Erbes der Kirchen der syrischen Tradition und ihrer Beziehungen zu anderen Kulturen und Religionen darstellt.
Während die Beratungen des Kolloquiums nicht-öffentlich sind, lädt "Pro Oriente" am Donnerstag, 5. November, ab 19 Uhr, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Teilnehmern des Kolloquiums in die Wiener Diplomatische Akademie (Favoritenstraße 15a, 1040 Wien). Dabei diskutieren Martin Tamcke, Anthony O'Mahony und Frans Bouwen über das Thema "Israel, Palästina und Jordanien: Perspektiven nach dem Besuch Papst Benedikts XVI. im Heiligen Land".
Das "Colloquium Syriacum" stellt eine Folgeveranstaltung des ersten Kolloquiums dar, dass vom 14. bis 16. November 2007 in Salzburg stattfand. Die Kolloquien gehen auf das von "Pro Oriente" im Jahr 2006 gegründete "Forum Syriacum" zurück, das eine Plattform für die Erforschung der Geschichte und des geistig-kulturellen Erbes der Kirchen der syrischen Tradition und ihrer Beziehungen zu anderen Kulturen und Religionen darstellt.
Während die Beratungen des Kolloquiums nicht-öffentlich sind, lädt "Pro Oriente" am Donnerstag, 5. November, ab 19 Uhr, zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion mit Teilnehmern des Kolloquiums in die Wiener Diplomatische Akademie (Favoritenstraße 15a, 1040 Wien). Dabei diskutieren Martin Tamcke, Anthony O'Mahony und Frans Bouwen über das Thema "Israel, Palästina und Jordanien: Perspektiven nach dem Besuch Papst Benedikts XVI. im Heiligen Land".
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