Studientagung über religiöse Identität und Migration
Graz, 4.7.06 (KAP) "Heimat Kirche - Religiöse Identität und Migration": Unter diesem Titel steht die diesjährige internationale Missions-Studientagung, die am Dienstagabend im Bildungshaus Schloss Seggau eröffnet wurde. Die weltweiten Migrationsbewegungen verändern nicht nur kulturelle und soziale Grenzen, sondern auch die religiösen Identitäten, wurde seitens der Päpstlichen Missionswerke in Österreich ("Missio"-Austria) betont. Auch in Österreich stelle die Migration eine Herausforderung für die Kirchen dar. Die Studientagung, die von den Päpstlichen Missionswerken gemeinsam mit dem Evangelischen Arbeitskreis für Weltmission und dem Missionsreferat der Superiorenkonferenz veranstaltet wird, beleuchtet verschiedene Aspekte dieses Themas.
Als Referenten eingeladen wurden u.a. Brigitte Proksch, Studienpräfektin im "Collegium Canisianum" in Innsbruck und Konsultorin im Päpstlichen Rat für die Migrantenseelsorge, und der Frankfurter evangelische Bibelwissenschaftler Werner Kahl. Brigitte Proksch spricht am Mittwoch über eine "Theologie der Migration" als "Theologie der Vielfalt". In den Workshops werden u.a. konkrete Beispiele multikultureller Pfarrgemeinden in Österreich (katholische Pfarre St. Andrä in Graz, ghanaisch-evangelische Gemeinde in Wien) vorgestellt.
Am 6. Juli kommt es im Grazer "Missio"-Haus (Autalerstraße 5, 8042 Graz) zu einer Begegnung mit afrikanischen Christen sowie mit Mitgliedern der koptischen und lateinamerikanischen Gemeinde der steirischen Landeshauptstadt; dabei kommt auch die Situation der Immigranten in Graz zur Sprache.
Das abschließende Podiumsgespräch am 7. Juli ist unter dem Titel "Nur Begegnung - oder mehr?" dem Thema "Migration als Herausforderung für die Kirchen" gewidmet.