Treffen von Papst und russischem Patriarch rückt näher
Das bestätigte der "Außenminister" der russisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hilarion (Alfejew). Noch kein konkreter Termin. Beziehungen zwischen den beiden Kirchen verbessern sich laufend
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Russisch-orthodoxer Patriarch Kyrill |
Moskau, 12.11.2009 (KAP) "Wir bewegen uns weiter auf ein mögliches Treffen zwischen dem Papst und dem Patriarchen von Moskau zu". Dies bestätigte der Nachrichtenagentur "Interfax" zufolge der Leiter des Außenamtes des Moskauer Patriarchats, Erzbischof Hilarion (Alfejew), am Donnerstag bei einem Gespräch mit Journalisten in Moskau. Die Beziehungen zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche würden sich laufend verbessern, und ein Treffen werde immer wahrscheinlicher.
Einen konkreten Termin gebe es freilich noch nicht, jedoch bestehe der "Wunsch auf beiden Seiten, ein solches Treffen vorzubereiten", so Hilarion. Noch im Oktober hatte Hilarion Spekulationen in russischen Medien über ein mögliches Treffen dementiert.
Voraussetzung für ein Treffen bleibe jedoch das Erreichen einer gemeinsamen Gesprächsbasis über alle verbleibenden Streitfragen. Als Beispiel nannte Erzbischof Hilarion die Lösung der ökumenischen Spannungen in der Ukraine. Seit den 1990er Jahren sei das dortige "fragile
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Papst Benedikt |
überkonfessionelle Gleichgewicht" gestört. Dieser Zustand dauere bis heute an, so der Erzbischof.
Ein "geringeres Problem als noch vor zehn Jahren" stelle für ein mögliches Treffen laut Hilarion hingegen die Frage der Konversion von orthodoxen Gläubigen zum Katholizismus dar. Papst Benedikt XVI. bezeichnete Hilarion bei dem Gespräch als einen "sehr zurückhaltenden Mann", der keine Politik einer "Expansion der katholischen Kirche in traditionell orthodoxe Regionen" verfolge.
Prinzipiell stünden die Zeichen im katholisch-orthodoxen Dialog seit der Wahl Kyrills I. zum Moskauer Patriarchen positiv, so Hilarion. "Der Patriarch wird die Beziehungen zu den anderen christlichen Konfessionen weiter vertiefen und damit jene Linie weiter verfolgen, die er bereits vor seiner Wahl zum Patriarchen verfolgt hat".