Neue Musik-CD mit der Stimme des Papstes
Die CD mit dem Titel "Alma Mater" kam ohne persönliche Mitwirkung von Benedikt XVI. zustande. Die Musik zu den acht Marientiteln ist ein Gemeinschaftswerk eines Katholiken, Muslim und Atheisten
Rom, 11.11.09 (KAP) Am 29. November erscheint eine neue Musik-CD unter dem Titel "Alma Mater" mit moderner sakraler Musik, auf der auch die Stimme des Papstes zu hören ist. Bei einer Pressekonferenz auf dem römischen Kapitol wurde der Tonträger mit acht Marienhymnen und -gesängen am Dienstagabend präsentiert. "Radio Vatikan", das die Rechte auf die Verwertung päpstlicher O-Töne hat, stellte dem katholischen italienischen Medienverlag "Edizioni Paoline" dazu einige Minuten Archivmaterial mit der Stimme von Benedikt XVI. zur Verfügung. Produziert wurde die CD von "Geffen/Universal".
Die CD kam ohne persönliche Mitwirkung von Benedikt XVI. zustande. Die zuglieferten Mitschnitte seiner Gebete und Gesänge in sechs Sprachen - darunter Lateinisch und Deutsch - wurden in Rom mit Chorbegleitung der "Accademia Filarmonica Romana" unterlegt. Die Orchester-Musik wurde in London vom "Royal Philharmonic Orchestra" eingespielt. Die Musik zu den acht Marientiteln ist ein Gemeinschaftswerk des Katholiken Stefano Mainetti, des Muslim Nour Eddine und des Nichtglaubenden Simon Boswell. Ein Teil des Erlöses sei für die musikalische Erziehung von armen Kindern in aller Welt bestimmt, teilten die "Edizioni Paoline" in Rom mit.
"Wir sind begeistert"
Vorgestellt wurde die CD von Colin Barlow, Präsident der Plattenfirma "Geffen", zusammen mit dem vatikanischen Pressesprecher P. Federico Lombardi SJ. Es sei das erste Mal, dass Benedikt XVI. auf einer CD zu hören sei, er habe die Aufnahme genehmigt, erklärte P. Lombardi. "Wir sind begeistert, dass Papst Benedikt XVI. diesem Projekt einen besonderen Segen gegeben hat", sagte Barlow.
Begleitet wurde die Präsentation von einer Diskussion um eine vermeintliche Beteiligung des Vatikans an der Produktion des Tonträgers. Diese Diskussion veranlasste P. Lombardi bei der Pressekonferenz zu einer Richtigstellung. Demnach traten die "Edizioni Paoline" mit der Bitte um päpstliche Original-Töne an "Radio Vatikan" heran, das die Verwertungsrechte verwaltet. Die "Edizioni Paoline" handelten wiederum einen Vertrag mit der Produktionsfirma "Geffen Universal" aus. Was den Vatikan betreffe, handle es sich um eine Lizenzvereinbarung des Tonarchivs, keineswegs aber um eine Koproduktion, betonte P. Lombardi.
Als Lizenzgebühr für die nichtexklusive Verwendung von 9 Minuten und 47 Sekunden Tonmaterial auf dem rund 50-minütigen Album habe "Radio Vatikan" einmalig 25.000 Euro erhalten, erklärte Lombardi. Zudem habe das "Centro Televisivo Vaticano" (CTV) für sieben Minuten Filmaufnahmen 6.580 Euro in Rechnung gestellt. Die Videosequenzen werden von der Produktionsfirma "Geffen" für einen Werbetrailer verwendet.