Anglikaner-Primas Williams trifft Papst Benedikt
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Papst Benedikt XVI. |
Rom-London, 17.11.2009 (KAP) Bei dem bevorstehenden Treffen des anglikanischen Primas, Erzbischof Rowan Williams, mit Papst Benedikt XVI. am kommenden Samstag wird es nach Einschätzung aus Kirchenkreisen auch um die neue Übertrittsmöglichkeit für Anglikaner in die katholische Kirche gehen. "Ich wäre überrascht, wenn die neue Apostolische Konstitution 'Anglicanorum coetibus' nicht Gegenstand des Gesprächs zwischen dem anglikanischen Primas und dem Papst wäre", sagte der Ökumenereferent der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, Andrew Faley, im Gespräch mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR am Montag.
Der Vatikan hatte Anfang November neue Regeln für den Übertritt von Anglikanern vorgestellt: Demnach sollen Personalordinariate für diese Gläubigen gebildet werden, damit sie in voller Gemeinschaft mit dem Papst doch wesentliche Elemente der anglikanischen Tradition weiterführen können. Innerhalb der anglikanischen Kirche wurde die Neuerung kontrovers aufgenommen.
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Primas Erzbischof Rowan Williams |
Williams hatte sie als eine notwendige Klärung begrüßt.
Der anglikanische Primas wird am Donnerstag zu einem Ökumene-Kongress in Rom aus Anlass des 100. Jahrestages der Geburt von Kardinal Johannes Willebrands erwartet. Am Samstag trifft er mit Benedikt XVI. zusammen. Faley nannte das Angebot des Papstes an übertrittswillige Anglikaner "sehr großzügig". Der Vatikan schaffe damit eine eigene Kirchenstruktur für jene, die innerhalb ihrer eigenen Kirche Schwierigkeiten hätten. Faley wies Darstellungen britischer Medien zurück, es handle sich um einen Versuch, Macht oder Einfluss des anglikanischen Primas zu schwächen.
Linktipp:
» Apostolische Konstitution "Anglicanorum coetibus" (englisch)