"Armutskonferenz" besteht seit zehn Jahren
Wien, 6.7.06 (KAP) Vor zehn Jahren wurde das Netzwerk der "Armutskonferenz" gegründet, dem zahlreiche Hilfsorganisationen, darunter auch viele aus dem kirchlichen Bereich, angehören. Caritaspräsident Franz Küberl attestiert der Armutskonferenz, dass sie auch nach zehn Jahren nichts von ihrer "Unbequemheit" eingebüßt hat. "Die Armutskonferenz vernetzt die Initiativen zur Bekämpfung von Armut und schafft es immer wieder aufs Neue, mit kreativen Ideen die Scheinwerfer auf die Ursachen dieser versteckten Not in Österreich zu richten", so Küberl in einer Presseaussendung wörtlich.
Lob kommt auch vom Wiener Caritasdirektor Michael Landau: "In den vergangenen zehn Jahren ist das Netzwerk beständig gewachsen, und es hat in dieser Zeit nicht nur wichtige und kluge Analysen zu armutsrelevanten Fragen geliefert, Studien angeregt und Projekte durchgeführt, sondern war auch immer bedacht, konstruktive Vorschläge für eine effektive Politik gegen Armut und soziale Ausgrenzung zu präsentieren."
Armut ist ein Faktum, davor darf man die Augen nicht verschließen", appelliert Bundespräsident Heinz Fischer anläßlich des zehnjährigen Bestehens: "Der Unterschied zwischen Arm und Reich wird nicht kleiner, sondern eher größer. Darum muss man sich kümmern. Die Armutskonferenz zeigt Fakten auf und diese müssen Eingang in die politische Diskussion finden".
1995 fand in Salzburg die erste österreichweite Armutskonferenz statt. 1996 formierte sich in Folge eine bunte Koalition von zivilgesellschaftlichen Kräften zum jetzigen Netzwerk Armutskonferenz. Zu den kirchlichen Mitgliedern zählen u.a. die Caritas, die Katholische Aktion Österreich, der Katholische Familienverband sowie die Katholische Frauenbewegung. Auch die evangelische Diakonie und die Evangelische Akademie Wien gehören dazu.