Internationale Pädagogiktagung im Zeichen des Zutrauens
Salzburg, 6.7.06 (KAP) "Ich kann. Du kannst. Wir können. Selbstwirksamkeit und Zutrauen" lautet der Titel der diesjährigen Internationalen Pädagogischen Werktagung in Salzburg. 800 Pädagogen, Psychologen, Erwachsenenbildner und Theologen treffen von 10. bis 14. Juli an der Universität Salzburg zusammen, um über Erkenntnis-, Gestaltungs- und Heilungspotenziale nachzudenken, die im Kind selbst liegen. Ziel der Tagung sei ein Verständnis von Pädagogik, in dem Erwachsene das "Potenzial der Kinder durch ein förderndes Umfeld und durch gezielte Maßnahmen, die am Kind orientiert sind, zur Entfaltung bringen können", kündigen die Veranstalter an.
Eröffnet wird die traditionelle Sommertagung der Caritas und des Katholischen Bildungswerkes am Montagabend in der Großen Aula der Universität Salzburg. Dabei sprechen der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser, Caritas-Präsident Franz Küberl und der Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät Salzburg, der Religionspädagoge Prof. Anton A. Bucher. Den anschließenden Eröffnungsvortrag hält die Sozialwissenschaftlerin Edith Schlaffer zum Thema "Gebildet, selbstsicher und kompetent. Strategien für eine gendersensible und marktorientierte bildungspolitische Zukunft".
Bei der Ankündigung der Werktagung werden zwei komplementäre Begriffe einander gegenüber gestellt: Selbstwirksamkeit und Zutrauen. Dabei gehe es einerseits um die Selbstwirksamkeit der Kinder und Jugendlichen, um die Weckung jener Potenziale, die in den jungen Menschen stecken. Andererseits wird die Frage behandelt, wie Erziehende ein Umfeld schaffen können, in dem sie trotz hinderlicher Rahmenbedingungen erfolgreich handeln können.
In den Arbeitskreisen geht es u.a. um "Mut und Ermutigung", um die Frage, was Kinder glücklich macht, um Medienerziehung, um kreative Annäherungen an Mozart. Es werden aber auch zentrale religiöse Anliegen behandelt wie die Dimensionen des Gewissens, die religiöse Entwicklung im Alltag und das Compassion-Projekt zum Erlernen von Sozialkompetenz an Schulen.
Als Referenten treten bei der Pädagogischen Werktagung u.a. die Münchner Psychologieprofessorin Eva Dreher, der Erziehungswissenschafter Fritz Oser aus Fribourg, die Buchautorin und Schulberaterin Enja Riegel aus Wiesbaden, die Kinderpsychlogin Anna Tardos aus Budapest, die Leiterin des Kulturvereins für behinderte und nicht behinderte Menschen "Ich bin o.k." Katalin Zanin aus Wien und der Berliner Existenzanalytiker Günter Funke auf. (Informationen: Internet: www.kirchen.Net/pwt).