Verstorbener serbischer Patriarch Pavle I. beerdigt
Papst Benedikt XVI. würdigte in einem Beileidsschreiben den Verstorbenen als "Mann des Glaubens und des Dialogs". Für die Österreichische Bischofskonferenz nahm Prof. Harnoncourt an Trauerfeierlichkeiten teil. Reaktionen auf den Tod von Pavle I.
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Patriarch Pavle I. (1914-2009) |
Vatikanstadt-Belgrad (KAP) Der am Sonntag im Alter von 95 Jahren verstorbene serbisch-orthodoxe Patriarch Pavle ist am Donnerstag mit einer Totenmesse und einer Trauerzeremonie in Belgrad verabschiedet worden. In Vertretung für Papst Benedikt XVI. nahm eine vatikanische Delegation unter Leitung von Kardinaldekan Angelo Sodano an den Feierlichkeiten teil. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. war persönlich zum Begräbnis angereist. Benedikt XVI. würdigte in einem Beileidsschreiben den Verstorbenen als "Mann des Glaubens und des Dialogs".
Wie der Papst schrieb, habe Pavle auch in Zeiten der Konflikte und des Krieges ein Zeugnis von spiritueller Stärke gegeben. Benedikt XVI. erinnerte an die Gastfreundschaft des Patriarchen bei der Wiederaufnahme theologischer Gespräche zwischen dem Heiligen Stuhl und den orthodoxen Kirchen 2006 in Belgrad sowie an zahlreiche andere "Gesten der Brüderlichkeit gegenüber der katholischen Kirche". Das Gedenken an Pavle solle Orthodoxe und Katholiken auf dem Weg des Dialogs und der Suche nach der vollen Gemeinschaft bestärken, betonte der Papst.
Die russisch-orthodoxe Kirche entsandte zu den Trauerfeierlichkeiten eine Delegation unter Leitung von Metropolit Filaret, dem Exarchen des Moskauer Patriarchats in Weißrussland, die österreichische Bischofskonferenz sowie die Stiftung "Pro Oriente" waren durch den Grazer Ökumene-Fachman und Liturgiewissenschaftler Prof. Philipp Harnoncourt vertreten. Die serbische Staatsdelegation wurde von Präsident Boris Tadic angeführt.
Patriarch Pavle wurde am Donnerstag entsprechend seinem Wunsch im Kloster Rakovica in dem gleichnamigen Belgrader Vorort beigesetzt. Während an dem Trauerzug vom Belgrader Dom (St. Michaels-Kirche) zur Kirche des Heiligen Sava und an der dortigen Totenmesse Tausende Gläubige teilnahmen, fand die Beisetzung in einem kleinen Kreis hoher Geistlicher statt.
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