Schönborn erinnert an die vielen verfolgten Christen
"Heute wird jeder zehnte Christ wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus diskriminiert und verfolgt", so der Wiener Erzbischof. Der Glaube dieser Christen sei "oft vorbildlich tapfer und stark"
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Wien, 27.11.2009 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn hat erneut auf die große Zahl der Christen aufmerksam gemacht, die weltweit wegen ihrer Religion verfolgt werden.
"Heute wird jeder zehnte Christ wegen seines Bekenntnisses zu Jesus Christus diskriminiert und verfolgt", stellte der Kardinal am Freitag in seiner aktuellen Kolumne in der Zeitung "Heute" unter Berufung auf neueste Zahlen von "Christian Solidarity International" (CSI) fest. Christen seien "die weltweit größte Gruppe der aus religiösen Gründen Verfolgten", zitiert der Kardinal zudem den Menschenrechtsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, Günter Nooke.
Besonders betroffen seien die Christen in den islamisch beherrschten Ländern, so der Wiener Erzbischof: "Besonders betroffen sind die Christen in den islamisch beherrschten Ländern. In Saudiarabien gibt es gar keine Religionsfreiheit". Im Irak hätten früher eine Million Christen gelebt, viele mussten inzwischen das Land verlassen. Wörtlich stellte Kardinal in diesem Zusammenhang fest: "Ein einfacher Test: Fragen Sie, wie es einem Christen bei uns ergeht, der Muslim wird. Und stellen Sie die Gegenfrage: Wie geht es in islamischen Ländern einem Muslim, der Christ wird?"
"Massiv verfolgt" würden Christen aber auch in noch kommunistisch geprägten Ländern wie China, Nordkorea oder Vietnam, erinnerte der Kardinal, der zum Gebet für die verfolgten Christen aufrief. Der Glaube dieser Christen sei "oft vorbildlich tapfer und stark".
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