Wiener Diakone setzen Initiative gegen Deix-Karikaturen
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Wien, 11.12.09 (KAP) Mehrere Diakone der Erzdiözese Wien haben der Staatsanwaltschaft Wien wegen Deix-Karikaturen in zwei Novemberausgaben des Magazins "News" eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Die Diakone Andreas Frank, Max Angermann und Gerhard Sarman verweisen darauf, dass in den Deix-Karikaturen zum Thema "Gott" (12. November) bzw. "Kruzifix" (19. November) u.a. auch gegen das NS-Verbotsgesetz verstoßen wird; außerdem würden religiöse Lehren herabgewürdigt (Paragraf 188 Strafgesetzbuch).
Auf der Karikatur vom 19. November (Bildzeile: "Entwurf für ein multikulturelles Kompromisskreuz") wurden Symbole von Christentum, Islam und Buddhismus mit den Symbolen zweier Totalitarismen - Nationalsozialismus (Hakenkreuz) und Kommunismus (Hammer und Sichel) - zusammenmontiert. Die Diakone betonen dazu: "Dadurch, dass das Symbol des Nationalsozialismus kritiklos auf eine Stufe mit den Symbolen von Weltreligionen gestellt wird, erscheint auch die verbrecherische NS-Ideologie gesellschaftlich quasi rehabilitiert, neu anerkannt bzw. verharmlost". Viele Christen, angefangen von einem Franz Jägerstätter oder einem Dietrich Bonhoeffer hätten ihr Leben hingegeben, weil es mit menschenverachtenden Ideologien wie dem Nationalsozialismus nie einen Kompromiss geben kann. Die Deix-Karikatur vom 19. November stelle daher auch eine "unglaubliche Verhöhnung" zigtausender Opfer von Nationalsozialismus und Kommunismus dar.
Durch die Deix-Karikaturen hätten sich viele gläubige Menschen in ihren religiösen Gefühlen verletzt gefühlt; das sei auch in Seelsorgegesprächen zum Ausdruck gekommen. Was Deix gezeichnet habe, sei eine "visuelle Rücksichtslosigkeit", die auch mit der Freiheit der Kunst nicht begründet werden kann, sondern eine "Grenzüberschreitung" gegen die großen Religionen insgesamt darstellt.