
KFÖ-Präsident Steindl kandidiert für den ORF-Publikumsrat
Der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ) ist einer von drei Kandidaten im Bereich "Eltern bzw. Familie"
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Prof. Clemens Steindl |
Wien, 13.12.09 (KAP) Als "Dienst für die Familien" präsentierte der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), Prof. Clemens Steindl, vor dem katholischen "Familien-Netzwerk" seine Kandidatur als Familienvertreter für den ORF-Publikumsrat. Er ist einer von drei Kandidaten im Bereich "Eltern bzw. Familie", wobei die beiden anderen Kandidaten parteipolitisch eindeutig gebunden seien. Das Motto, das Steindl für seine Wahl ausgegeben hat, lautet: "Für ein familien- und kinderfreundliches Programm, weil Familie trotz sich verändernder Lebensformen ein Erfolgsmodell mit Zukunft ist". Der KFÖ-Präsident möchte für die Familien eine "starke Stimme" im Publikumsrat sein. Das sei umso notwendiger, weil die aktuelle Wertestudie für Österreich mit überraschender Direktheit feststellt, dass "die Realität im österreichischen Familienleben keineswegs dem Bild entspricht, das medial vermittelt wird".
Die Möglichkeiten, bei dieser Wahl teilzunehmen, seien jedoch beengt, weil die Gebührenzahler nur per Fax abstimmen können, erinnerte Steindl. Dass dieses Verfahren eine "antiquierte Methode ist, die den Wahlberechtigten die Stimmabgabe erschwert", habe sich offenbar noch nicht bis zum Gesetzgeber durchgesprochen. Die Stimmzettel, die der ORF bis zum 22. Jänner allen Wahlberechtigten zuleitet, können vom 26. Jänner bis 1. Februar auch über die Gemeindeämter und über die Postämter kostenlos an den ORF gefaxt werden. Für Clemens Steindl als "Stimme für die Familien" muss als Codenummer E 0324 eingetragen werden.
Dass der Publikumsrat nicht nur ein "Papiertiger" ist, habe Ingeborg Schödl eindrucksvoll bewiesen, die in der früheren Hörer- und Sehervertretung als Vizepräsidentin des KFÖ die Interessen der Familie wirkungsvoll vertreten habe, erinnerte Steindl. Steindl möchte wie seine Vorgängerin "kraftvoll und konsequent" die "Anliegen aller Familien vertreten.
In der Diskussion, die vom Koordinator des "Familien-Netzwerks", Prof. Günter Danhel, geleitet wurde, kamen u.a. die Sendezeiten für Kinderformate, die von Ingeborg Schödl durchgesetzte, inzwischen jedoch eingestellte "Mini-ZiB", die Erwartungen an den öffentlich-rechtlichen ORF und vor allem dessen Bildungsauftrag zur Sprache.
Clemens Steindl, der den Publikumsrat als "direkte Verbindung zwischen ORF und Konsumenten" sieht, möchte eine Veröffentlichungspflicht für Vorschläge erreichen, die in diesem Gremium gemacht werden. Damit solle die Öffentlichkeit wahrnehmen kann, welche Kreativität in diesem Gremium herrscht und welche Ideen zugunsten eines "familien- und kinderfreundlichen Programms" eingebracht werden.
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