Das Christkind wird forciert
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Wien (KAP) Kritik an der aktuellen ORF-Eigenwerbung übt der Präsident des Katholischen Familienverbandes Österreichs (KFÖ), Prof. Clemens Steindl. Anlass der Kritik ist ein Werbeplakat des Radiosenders "Hitradio Ö 3", das einen Weihnachtsmann zeigt. "Auch wenn der ORF auf den Weihnachtsmann setzt: Bei uns kommt immer noch das Christkind", stellte Steindl am Montag zu der Werbeinitiative fest. Der Weihnachtsmann als amerikanischer Import entspreche nicht dem Bildungs- und Kulturauftrag eines öffentlich-rechtlichen Mediums. Die religiöse Dimension, die das Weihnachtsfest für viele Menschen weiterhin habe, dürfe nicht "aufs Abstellgleis" geschoben werden, so Steindl.
Dagegen müsste es laut Steindl, der im Jänner bei den Wahlen zum ORF-Publikumsrat für den Bereich "Eltern/Familie" kandidiert, Aufgabe des ORF sein, den Sinn von Weihnachten neu zu vermitteln und mit der Wirklichkeit der Lebensstile des Jahres 2009 zu konfrontieren. Seit rund 2000 Jahren sei Weihnachten eine "lebendige Idee", die auch als "Fest der Familie" gefeiert werde. Diese Idee entspreche ganz jener auch von Trendforschern ausgemachten neuen Sehnsucht nach etwas "Unantastbarem und Unangreifbarem", so Steindl.
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