Missbrauchskandal: Irischer Bischof zurückgetreten
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Vatikanstadt-Dublin (KAP) Papst Benedikt XVI. hat den vorzeitigen Rücktritt von Bischof Donal Brendan Murray von Limerick angenommen. Der 69-jährige Murray wurde in den letzten Wochen massiv beschuldigt, als früherer Weihbischof in Dublin an der Vertuschung von Missbrauchsfällen beteiligt gewesen zu sein. Er hatte dem Papst vor wenigen Tagen seinen Rücktritt angeboten. Der Vatikan teilte am Donnerstag mit, dass Benedikt XVI. dieses Gesuch angenommen habe. Das normale Pensionsalter für Bischöfe liegt bei 75 Jahren.
Bitte um Entschuldigung
Bischof Murray teilte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diözese Limerick am Donnerstagmorgen persönlich mit, dass der Papst seinen Rücktritt angenommen habe. Der Bischof sagte, dass er am 7. Dezember dem Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Giovanni B. Re, sein Rücktrittsgesuch übergeben habe.
"Ich weiß, dass mein Rücktritt den Schmerz der Missbrauchsopfer nicht mildern kann", sagte Murray wörtlich: "Aber ich möchte noch einmal all jene demütig um Entschuldigung bitten, die als Kinder oder Jugendliche missbraucht worden sind". Ein Bischof habe die Aufgabe, das Volk Gottes zu führen und zu inspirieren. Daher habe er den Papst um Annahme des Rücktrittsgesuchs gebeten, weil "ich das Gefühl hatte, dass meine Anwesenheit manche Missbrauchsopfer belastet hat. Sie müssen aber den ersten Platz in unseren Gedanken und unseren Gebeten haben".
Sein persönlicher Wunsch sei, dass seine letzten öffentlichen Worte als Bischof von Limerick vom 29. November in Erinnerung bleiben mögen: "Wir glauben, dass die Barmherzigkeit Gottes grenzenlos ist. Wir sollen Träger dieser Hoffnung sein, vor allem für jene, deren Vertrauen missbraucht worden ist, als sie Kinder waren".