Nach Vorfall in Christmette: Viel Solidarität mit Papst
In Italien hat der Vorfall bei der Christmette im Petersdom eine Debatte über den Schutz des Papstes und die Sicherheitsmaßnahmen im Vatikan ausgelöst. Kardinal Etchegaray wird operiert
Image (img2) invalid or missing |
(Radio Vatikan) Die Bischöfe und zahlreiche Politiker des Landes haben Papst Benedikt ihre Solidarität bekundet. Die italienische Bischofskonferenz versicherte dem Papst nach dem Vorfall bei der Christmette im Petersdom Verbundenheit und Gebet. Auch der italienische Staatspräsident, Giorgio Napolitano, sagte dem Papst seine „herzliche Solidarität“ zu. Wie Vatikansprecher Pater Federico Lombardi bestätigte, bedankte der Papst sich daraufhin per Telefon bei Napolitano und richtete dem Staatspräsident seine Weihnachtsgrüße aus.
Debatte über Schutz des Papstes
Grüße und Solidaritätsbekundungen kamen auch seitens des römischen Oberrabbiners, Riccardo di Segni sowie von Premierminister Silvio Berlusconi. - In Italien hat der Vorfall bei der Christmette im Petersdom inzwischen eine Debatte über den Schutz des Papstes und die Sicherheitsmaßnahmen im Vatikan ausgelöst. Die Sicherheitskräfte sollten aufgestockt, der Sicherheitsabstand zu den Menschenmassen vergrößert werden, rieten Politiker und Kommentatoren. Einen absoluten Schutz für den Papst könne es nicht geben, betonte unterdessen Vatikansprecher Federico Lombardi. Solange der Papst seinen pastoralen Dienst wahrnehme wie bisher, mit öffentlichen Messen und Audienzen, bleibe immer ein Restrisiko. Der Preis für einen hundertprozentigen Schutz wäre zu hoch. Denn dann müsste sich das Kirchenoberhaupt unnahbar ins Innere des Vatikans einschließen.
Kardinal Etchegaray wird am Sonntag operiert
Die junge Frau, die sich am Heiligabend im Petersdom auf Papst Benedikt gestürzt hat, befindet sich weiter in medizinischer Betreuung. Das teilte Vatikansprecher Federico Lombardi an diesem Samstag mit. Die zuständige vatikanische Justiz werde in den nächsten Tagen den Bericht der Ärzte sowie der vatikanischen Gendarmerie prüfen und über weitere Schritte entscheiden. Weiter erklärte Lombardi, Kardinal Roger Etchegaray solle am Sonntagmorgen in der römischen Gemelli-Klinik operiert werden. Der allgemeine Gesundheitszustand des 87-jährigen Kardinals sei gut. Etchegaray sehe der Operation optimistisch entgegen, so der Vatikansprecher. - Der französische Kardinal war am Heiligabend bei dem Zwischenfall in der Christmette im Petersdom verletzt worden. Eine 25-jährige Frau hatte versucht, sich bei der Einzugsprozession auf Papst Benedikt zu stürzen. Im Gemenge erlitt Etchegaray einen Oberschenkelhalsbruch.
Linktipp: