Sternsinger besuchten Bundespräsident Fischer
Fischer würdigte das Engagement der Kinder und bedankte sich für ihren Einsatz. Er appellierte an die Solidarität der Österreicher mit Not leidenden Menschen in aller Welt
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Wien, 30.12.2009 (KAP) Bundespräsident Heinz Fischer bekam am Mittwoch Besuch von den "heiligen drei Königen": 26 Sternsinger aus ganz Österreich waren in der Wiener Hofburg zu Gast, um für ihre Hilfsprojekte in Entwicklungsländern zu werben. Stellvertretend für die 85.000 Mädchen und Buben, die bei der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar bis 6. Jänner von Tür zu Tür ziehen, sangen die Sternsinger für das Staatsoberhaupt ihre Lieder und überbrachten ihm Segenswünsche für das neue Jahr.
Fischer würdigte das Engagement der Kinder und bedankte sich für ihren großartigen Einsatz. Die Österreicher dürften trotz eigener Sorgen nicht Augen und Herzen vor dem Leid anderer Menschen in aller Welt verschließen, appellierte der Bundespräsident. "Wenn man bestimmte Grundprinzipien der Menschlichkeit ernst nimmt, kann man nicht sagen: diese Menschen interessieren uns nicht", so Fischer.
Der Jungschar-Vorsitzende Martin Krenn erinnerte in der Hofburg an die extreme Armut in vielen Teilen der Welt und die drohenden "verheerenden" Folgen des Klimawandels für Menschen in den Entwicklungsländern. Krenn forderte mehr Geld für Anpassungsmaßnahmen in den Ländern des Südens. Auch Österreich sei hier aufgerufen, einen größeren Beitrag zu leisten.
Der Bundespräsident kündigte an, dass das Problem des Klimawandels Thema seiner traditionellen Neujahrsansprache am 1. Jänner sein werde. Er wolle die Österreicher bitten, dem Klimaschutz besondere Aufmerksamkeit zu widmen, so Fischer. Jeder könne in seinem eigenen persönlichen Bereich kleine Beiträge zum Klimaschutz leisten, die in Summe wirksam würden. Das "absolut nicht ausreichende Ergebnis" des Kopenhagener Klimagipfels dürfe kein Anlass für Resignation sein, sagte der Bundespräsident: "Wir müssen uns jetzt erst recht anstrengen, Bewusstsein für die Ziele des Klimaschutzes zu schaffen."
Sternsinger helfen einer Million Menschen
Bei der vorjährigen Sternsinger-Aktion haben die Österreicherinnen und Österreicher 13,8 Millionen Euro gespendet. Die Aktion zählt damit zu den "Top 5" der österreichischen Hilfswerke und übertrifft an Spendesumme auch die ORF-Aktion "Licht ins Dunkel". Mit dem Geld werden jedes Jahr 500 Hilfsprojekte der Dreikönigsaktion in Afrika, Lateinamerika und Asien finanziert, die rund einer Million Menschen zugutekommen.
Spender können ihre Unterstützung an die Dreikönigsaktion von der Steuer absetzen. Die Sternsinger-Gruppen haben dazu eigene Spendenbestätigungen dabei.
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