ORF-Publikumsratswahl: Breite Unterstützung für Steindl
Zu den "Wahlhelfern" des Präsidenten des Katholischen Familienverbandes zählen die österreichischen Bischöfe, Familienstaatssekretärin Marek oder Familienforscher Mazal
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Wien, 07.01.10 (KAP) Auf eine breite Front an Unterstützern aus Kirche und öffentlichem Leben kann der Präsident des Katholischen Familienverbandes (KFÖ), Prof. Clemens Steindl, angesichts seiner Kandidatur zu den ORF-Publikumsratswahlen Ende Jänner blicken. Die österreichischen Bischöfe stellen sich ebenso hinter Steindl wie etwa Familienstaatssekretärin Christine Marek, der Wiener Dompfarrer Anton Faber, der ehemalige EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler, der Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung, Prof. Wolfgang Mazal, der Landtagsabgeordnete und Obmann von "www.kinderbetreuung.at", Lukas Mandl, die Präsidentin des Österreichischen Familienbundes, Andrea Gottweis, sowie - aus den Reihen des ORF selbst - der ehemalige ORF-Programmintendant Ernst-Wolfram Marboe.
Wie Kardinal Christoph Schönborn in einem Unterstützungsschreiben betonte, sei es "für die Anliegen aller Familien wichtig", wenn es Prof. Steindl gelänge, bei den Wahlen "ein respektables Ergebnis zu erzielen". Ein Sitz im Publikumsrat wäre ein deutliches Signal, dass es möglich ist, "für Familien mit Kindern in der Öffentlichkeit erfolgreich ein- und aufzutreten", so Kardinal Schönborn.
"Familien-Bischof" Küng unterstreicht in seiner Erklärung, er unterstütze die Kandidatur, da sich KFÖ-Präsident Steindl "ohne Furcht hinauswagt in alle Bereiche der Gesellschaft und - bei allem notwendigen Verständnis für die Schwierigkeiten - entschieden für die Familie eintritt".
Der Klagenfurter Diözesanbischof Alois Schwarz schreibt, er unterstütze die Kandidatur Steindls "gerne und aus voller Überzeugung", da er den KFÖ-Präsidenten stets als "sehr engagiert und kraftvoll" und somit als geeignet für dieses Amt im Publikumsrat erlebt habe.
"Geradlinig und offensiv"
Alle Unterstützer unterstrichen in ihren kurzen Erklärungen die Bedeutung einer starken Stimme für die Familien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nur durch eine prominente und starke Stimme könne man sicherstellen, dass den Familien jene Bedeutung in den Medien zukomme, die sie etwa laut der jüngsten Europäischen Wertestudie in der breiten Bevölkerung genießt. Die Familie sei die "Keimzelle der Gesellschaft", so etwa Dompfarrer Faber, und ein familienfreundliches ORF-Programm trage maßgeblich "zum Gelingen von Familien und Beziehungen bei".
Weiters heben die Unterstützer die "geradlinige und offensive" Art Steindls hervor, so etwa Familienstaatssekretärin Marek, und loben die "zeitgemäße, zukunftsorientierte Familienpolitik" auf einem "soliden Wertefundament", für die der Katholische Familienverband einstehe. Ernst-Wolfram Marboe bringt es wie folgt auf den Punkt: Die Wahl Steindls "wäre ein dreifacher Gewinn - für die Familien, den ORF und für Österreich".
Faxwahl vom 26. Jänner bis 1. Februar
Die Wahlen zum ORF-Publikumsrat finden vom 26. Jänner bis 1. Februar per Fax-Wahl statt. Wahlberechtigt ist jeder angemeldete Gebührenzahler. Insgesamt wurden 23 Kandidaten zur Direktwahl der sechs ORF-Publikumsräte für die Bereiche "Bildung", "Jugend", "Ältere Menschen", "Sport", "Eltern bzw. Familien" und "Konsumenten" nominiert. Neben KFÖ-Präsident Steindl kandidieren für den Bereich "Eltern bzw. Familien" der vom Verband der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen nominierte Gerhard Netzl sowie Siegfried Meryn, den die "Kinderfreunde" aufgestellt haben.
Neben den sechs gewählten Kandidaten besteht der ORF-Publikumsrat aus je einem Mitglied aus Wirtschaftkammer, Landwirtschaftskammer, Bundesarbeitskammer, Gewerkschaftsbund, Kammern freier Berufe, der römisch-katholischen sowie der evangelischen Kirche, Bildungsinstitutionen der politischen Parteien sowie der Akademie der Wissenschaften. 17 der insgesamt 35 Mitglieder des Publikumsrates werden vom Bundeskanzler direkt bestellt. Der von der katholischen Kirche entsandte Vertreter im Publikumsrat ist Caritas-Präsident Franz Küberl.
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