ORF-Publikumsratswahl startet
Bei der Fax-Wahl vom 26. Jänner bis 1. Februar kandidieren auch kirchennahe Persönlichkeiten wie der Präsident des Katholischen Familienverbands, Prof. Clemens Steindl
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Wien (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) hat dazu aufgerufen, bei der bevorstehenden Wahl des ORF-Publikumsrats vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. ORF-Kunden haben das Wahlformular mit den Kandidatenlisten in den vergangenen Tagen zugeschickt bekommen, die Wahl findet vom 26. Jänner bis 1. Februar 2010 statt.
"Gerade in einer Zeit der Politikverdrossenheit und des Verlustes demokratischer Gesinnung, ausgelöst durch Frustration und Gefühle der Ohnmacht", sei es umso wichtiger, seine Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen, appelliert KAÖ-Präsidentin Luitgard Derschmidt. Der ORF sei in Österreich "ein bedeutender Bewusstseins- und Meinungsbildner".
So wird gewählt: In die Wahlformulare tragen die Gebührenzahlern die in verschiedenen Kategorien nominierten Bewerberinnen und Bewerber mittels deren Kenn-Nummern ein und schicken das Formular per FAX an die angegebene Adresse. In jeden der insgesamt sechs Bereiche - Bildung, Jugend, Ältere Menschen, Eltern/Familien, Sport sowie Konsumenten - kann nur ein Bewerber gewählt werden. (Informationen: http://publikumsratswahl.orf.at, ORF-Teletext ab Seite 780, Tel.: 0800 212 012).
Der Katholische Laienrat (KLRÖ) hat anlässlich der Wahl darüber informiert, welche der Bewerber von KLRÖ-Mitgliedsorganisationen vorgeschlagen werden bzw. dem KLRÖ nahe stehen: Im Bereich Familie ist dies Clemens Steindl (Katholischer Familienverband) im Bereich Bildung Eva Scholik (Vereinigung Christlicher Lehrer/innen), im Bereich Senioren Gerhard Tötschinger (Seniorenbund), im Bereich Konsumenten Bernadette Tischler (Ökosoziales Forum) und beim Sport Ivica Vastic und Franz Stocher (Sportunion).
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Kandidat Clemens Steinl erhält breite Unterstützung, im Bild mit "Familien-Bischof" Klaus Küng |
Margit Hauft bleibt im ORF-Stiftungsrat
Margit Hauft, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs und Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Linz, bleibt weiter im ORF-Stiftungsrat. Die oberösterreichische Landesregierung wird sie auf Vorschlag von Landeshauptmann Josef Pühringer für eine dritte Funktionsperiode in das ORF-Gremium entsenden, teilte die Landesregierung mit.
Der Stiftungsrat, der sich im Februar neu konstituiert, ist in der aktuellen Form der Aufsichtsrat des Unternehmens und hat auch neun Ländervertreter. Margit Hauft vertritt Oberösterreich dort bereits seit acht Jahren. Landeshauptmann Pühringer würdigte Margit Hauft als "engagierte, kritische und sehr kompetente Stiftungsrätin", die bisher die Interessen des ORF "bestens mit den Interessen des Landes Oberösterreich in Einklang gebracht" habe.
Bischöfe unterstützen Steindl
Kardinal Schönborn betont in seinem Unterstützungsschreiben, dass es "für die Anliegen aller Familien wichtig" sei, wenn es Prof. Steindl gelänge, bei den Wahlen "ein respektables Ergebnis zu erzielen". Ein Sitz im Publikumsrat wäre ein deutliches Signal, dass es möglich ist, "für Familien mit Kindern in der Öffentlichkeit erfolgreich ein- und aufzutreten", so Kardinal Schönborn.
Auch Bischof Küng unterstreicht in seiner Erklärung, er unterstütze die Kandidatur, da sich KFÖ-Präsident Steindl "ohne Furcht hinauswagt in alle Bereiche der Gesellschaft und - bei allem notwendigen Verständnis für die Schwierigkeiten - entschieden für die Familie eintritt".
Die österreichischen Bischöfe haben zudem ihre Pfarrgemeinden ersucht, all jenen Wählern, die über kein Fax-Gerät verfügen, behilflich zu sein und die Fax-Geräte der Pfarren zur Verfügung zu stellen. Die Wahlen zum ORF-Publikumsrat finden vom 26. Jänner bis 1. Februar per Fax-Wahl statt.
Umständliches Wahlverfahren
Das Wahlverfahren ist vergleichsweise umständlich: In die vom ORF versendeten Wahlformulare tragen die Gebührenzahler zunächst ihre GIS-Nummer ein und wählen schließlich die in verschiedenen Kategorien nominierten Bewerberinnen und Bewerber mittels deren Kenn-Nummern. Das Wahlformular muss schließlich unterschrieben an die kostenfreie Nummer 0800.208.108 gefaxt werden.
KFÖ-Präsident Steindl hat zum Start der Wahl alle ORF-Kunden aufgerufen, an der Wahl teilzunehmen: "Allen Unkenrufen in manchen Medien zum Trotz ist der Publikumsrat ein wichtiges Gremium, das die Unterstützung jedes Gebührenzahlers verdient."
Er wolle sich zum einen für die Anliegen der Familien im ORF einsetzen, zum anderen aber auch für eine Aufwertung des Gremiums in der öffentlichen Wahrnehmung, so Steindl.
Neben sechs Mitgliedern, die nun gewählt werden, besteht der ORF-Publikumsrat aus je einem Mitglied aus Wirtschaftkammer, Landwirtschaftskammer, Bundesarbeitskammer, Gewerkschaftsbund, Kammern freier Berufe, der römisch-katholischen sowie der evangelischen Kirche, Bildungsinstitutionen der politischen Parteien sowie der Akademie der Wissenschaften. 17 der insgesamt 35 Mitglieder des Publikumsrates werden vom Bundeskanzler direkt bestellt. Der von der katholischen Kirche entsandte Vertreter in den Publikumsrat ist Caritas-Präsident Franz Küberl.
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