Kirche entsendet Caritas-Präsident in ORF-Publikumsrat
Küberl will sich einsetzen, dass die religiösen Sendungen "weiter Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Profils des ORF sind"
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Wien (KAP) Die katholische Kirche hat Caritas-Präsident Franz Küberl erneut als Publikumsrat für den ORF bestellt. Küberl, der bereits seit 1998 von der Bischofskonferenz als Kirchenvertreter in den ORF entsendet ist, bestätigte dies am Donnerstag im Gespräch mit "Kathpress".
Der ORF stehe zur Zeit vor der großen Bewährungsprobe, ob er seine Marktführerschaft auch künftig für eine Meinungsführerschaft und eine Qualitätsführerschaft nützen könne, meinte Küberl mit Blick auf die großen Veränderungen im Medienbereich. "Es besteht die generelle Tendenz, wonach Medieninhalte immer mehr zur 'Ware' und tendenziell immer weniger als 'Kulturgut' begriffen wird", merkte Küberl kritisch an. Daher sei die Kirche immer für einen "starken ORF" eingetreten, der als öffentlich-rechtlicher Rundfunk "eine unverzichtbare Rolle" spiele.
"Ich hoffe und setze mich sehr dafür ein, dass die religiösen Sendungen im Fernsehen und im Hörfunk weiterhin ein Markenzeichen des öffentlich-rechtlichen Profils des ORF sind", erläuterte Küberl seine wichtigsten Anliegen. Die beiden Religionsabteilungen des ORF und deren Programmangebot hätten eine sehr hohe Akzeptanz sowohl beim Publikum als auch innerhalb des ORF. Religion habe somit im öffentlichen und im medialen Raum eine hohe Bedeutung, der auch gebührend Raum zu geben sei.
"Besonders erfreut bin ich, dass die sonntäglichen Radiogottesdienste mit immer rund 700.000 Hörern ein echter Quotenhit sind, und dass bei der letzten Programmreform die Vorverlegung der Sendung 'kreuz und quer' möglich wurde", benannte Küberl Erfolge der vergangenen Jahre.
In der jetzt ablaufenden Funktionsperiode gehörte der Caritas-Chef sowohl dem Publikumsrat als auch dem Stiftungsrat des ORF an. Franz Küberl wurde erstmals im Jänner 1998 von der Bischofskonferenz in den ORF entsendet. Er folgte damals dem verstorbenen Eduard Ploier in die Hörer-und-Seher-Vertretung und wurde kurz danach einstimmig in das ORF-Kuratorium gewählt.
