Vatikan besorgt über Christenverfolgung
Vatikansprecher Lombardi hob hervor, dass Christen nicht nur im Irak unter Gewalt leiden, sondern auch in Teilen Indiens, Pakistans und weiteren asiatischen und afrikanischen Staaten
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Vatikanstadt, 27.02.2010 (KAP) Vatikansprecher Federico Lombardi hat sich besorgt über die Mordserie an Christen im Irak gezeigt. Die örtlichen Behörden seien anscheinend nicht in der Lage, die Gewalt wirkungsvoll einzudämmen, sagte Lombardi am Wochenende dem vatikanischen Fernsehen. Am Montag erschossen Unbekannte in der nordirakischen Stadt Mossul drei Mitglieder der syrisch-katholischen Gemeinde - ein Vater mit seinen zwei Kindern - in ihrer Wohnung. In der Woche zuvor waren sechs Christen ermordet worden.
Ihm seien Flugblätter mit "schrecklichen Drohungen" gezeigt worden, in denen christliche Familien aus Mossul aufgefordert würden, die Stadt zu verlassen, berichtete der Vatikansprecher. Die jüngsten Morde an Christen bestätigten eine solche "systematische Strategie". Zugleich wies Lombardi darauf hin, dass die irakischen Christen sich vollkommen in die Kultur und Geschichte der Region eingefügt hätten und eine bedeutende Rolle darin spielten. Grund für die Gewalt gegen Christen sei nicht der Hass gegen den Westen oder das Fremde, sondern der Hass gegen die christliche Gemeinde, sagte der Jesuit.
Ferner hob der Vatikansprecher hervor, dass Christen gegenwärtig nicht nur im Irak unter Gewalt litten, sondern auch in einigen Teilen Indiens sowie Pakistan und weiteren asiatischen und afrikanischen Staaten.
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